Arbeit statt Abwanderung!

Hell erleuchtete der Mond in dieser sternenklaren Nacht die Straßen der Stadt. Ruhe hatte sich über die Seelen der Menschen gelegt, bevor sie am nächsten Morgen die Sorgen, Ängste und Nöte vor der Zukunft wieder einholen werden. Während sie ruhig schliefen, teilten auch jene ihre Ängste und Nöte, die schon lange nicht mehr ruhig schlafen können, bei dem Gedanken an die Zukunft ihres Volkes.

Auch sie spüren Tag ein Tag aus am eigenen Leibe, wie es bestellt ist, wenn die Seelen der Menschen langsam Stück für Stück im Geiste ihres Antlitzes verbrennen, weil ihnen keine Zukunft geboten wird, weil die Herrschenden nicht im Stande sind, etwas für sie tun, damit auch sie nicht weiter mit Arbeitslosengeld 2, in durch Abwanderung fast leeren Plattenbauten einsam vor sich hinvegetieren müssen.

Nichts von dem ist geblieben was sie sich einst mit harter Hand selbst erarbeitet haben, es tut weh, wenn man ihre Augen blickt, mit ihnen spricht, wie schön es doch einmal war, als alle noch Arbeit hatten. Heute stehen die Fabriken leer und werden vom Wucher der Zeit einfach niedergerissen. Auch das letzte Stück Volksvermögen haben die Demokraten schon längst in der ganzen Welt verschachert, aber wagen es dennoch von einer Zukunft zu sprechen, während Arbeit- und Perspektivlosigkeit unser Volk immer mehr in den Sog des Todes reißt.

Immer größere Armut zieht sich an die Menschen in dieser Stadt, und wenn sie nicht ganz verarmen wollen, sehen sie sich gezwungen, ihrer Heimat den Rücken zuzukehren, um sich an Arbeitsstandorten fern ab der Heimat auszurichten. Schilder mit Aufschriften, wie: "Arbeiten in den neuen Bundesländern" oder "Arbeiten im Ausland" zieren als trostlose Kulisse das ansässige Arbeitsamt der Stadt. Gefühllos, heimatlos werden sie von den Arbeitsvermittlern abgespeist, und falls sie es doch einmal wagen sich dieser zu erwehren, wird ihnen auch noch das Letzte bischen Geld, was ihnen noch zum Leben bleibt gekürzt oder ganz gestrichen. Kaum noch Ausbildungsplätze für Jugendliche, und wenn sie nicht gebunden sind, wird ihnen gesagt, es sei doch das Beste gleich wegzuziehen, da es hier auf Dauer sowieso keine Arbeit geben wird.

Die meisten von ihnen gehen dann stillschweigend nach Hause, ersehnen sich wieder bessere Zeiten, ein besseres Leben als einem Alltag ohne Arbeit, Armut, Angst und Not vor der Zukunft her und legen sich getrost in ihre Betten auf das der Morgen ihnen wieder neue Hoffnung bringt. Jene aber, die nicht getrost schlafen können, gehen in die Nacht hinein, um als Sprachrohr des Volkes, all die Ängste, all die Nöte und Sorgen der Menschen ihres Volkes an die Herrschenden zu richten, welche ihnen ihrer Zukunft berauben. Sie brechen die Mauern der Lüge und des Schweigens auf, welche die Herrschenden totschweigen, und mit immer neuen Phrasen beschönigen, während das Volk langsam verblutet. All ihr Opfer, all ihre Beweggründe gelten diesen Menschen, weil sie nicht tatenlos zusehen wollen, wie die Lebensader eines ganzen Volkes mit dem Leichentuch der Demokratie enden soll. Ihre Pflicht ist der Dienst am und für das Volk, damit dieses Elend ein jähes Ende findet.

Weitere Informationen dazu findet Ihr unter:

sfb-infos.nw.am

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