Vortrag von Prof. Dr. Benjamin Ferencz
(Chefankläger in den Nürnberger Einsatzgruppenprozessen)
im Audimax der Humboldt-Universität, Berlin
am 28. Mai 2010

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Speech of Prof. Dr. Benjamin Ferencz
(Chief Prosecutor in the Nuremberg Einsatzgruppen Trial)
in the Audimax of Humboldt-University, Berlin
May 28, 2010

Prof. Dr. Ferencz spricht über seine Erfahrungen als Chefankläger des Nürnberger Einsatzgruppenprozesses.
Ferencz wurde 1920 in Rumänien geboren und ist in den USA aufgewachsen. Nach seinem Jurastudium in Harvard kehrte er als Infanteriesoldat nach Europa zurück, wo er die Befreiung mehrerer Konzentrationslager erlebte. Kurz darauf rief ihn das Amerikanische Militärtribunal unter der Leitung von Robert M. Jackson nach Nürnberg, wo er mit 27 Jahren zum jüngsten Chefankläger im sogenannten Einsatzgruppenprozess avancierte. Alle 22 Angeklagten des Prozesses, darunter SS-Gruppenführer Otto Ohlendorf, wurden schuldig gesprochen - 14 erhielten die Todesstrafe. Ein juristischer Erfolg im Kampf um Aufklärung und Ahndung der Nazi-Kriegsverbrechen.

Ferencz gehört zu den Wegbereitern und langjährigen Unterstützern des Internationalen Strafgerichtshofes in Den Haag (IStGH). Für seine Verdienste um die internationale Verständigung wurde er 2009 mit dem Erasmuspreis ausgezeichnet. Am 27. Mai 2010 wurde ihm außerdem das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen werden.

Organisiert wurde der Vortrag von der Stiftung EVZ in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für deutsches und internationales Strafrecht, Strafprozessrecht und Juristische Zeitgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Filmproduktion: Thomas Claes / vergangenheitsverlag.de

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