Videomitschnitt des Vortrags "Die Zukunft der Bibliothek" von Alan N. Shapiro im Rahmen der Konferenz "Wikipedia: Ein Kritischer Standpunkt".

Abstract

Das derzeitige Konzept von Bibliotheken (Universitätsbibliotheken, öffentliche und Online-Bibliotheken) ist in vielerlei Hinsicht überholt. Fast alle Universitätsbibliotheken haben Webseiten, deren User-Interface-Design im Wesentlichen überall gleich ist. Ich werde in 5 Punkten erklären, was für die Bibliothek der Zukunft verändert werden muss. Zuerst sollte es eine neue Software mit einem intelligenten und intuitiven Software-Agenten geben, der sich mit dem Benutzer in natürlicher Sprache unterhält und der den Benutzer dabei unterstützt, interessante Ressourcen und Inhalte zu finden. Zweitens sollte es eine Revision der DDC-Sachgruppe geben, da immer mehr Bücher interdisziplinär ausgerichtet sind und sich im aktuellen System nicht so leicht klassifizieren lassen. Wir brauchen „Computerized Mind Maps“ im Sinne der Kybernetik. Drittens ist es wichtig zu verstehen, dass Bücher und andere Gegenstände nur die Daten des Systems sind und nicht seine primären, strukturierenden Elemente. Das System ist in erster Linie durch seine intelligente Software strukturiert, die eine neue Computerwissenschaft erfordert. Viertens muss Wissen lebendig werden, so dass der Benutzer Wissen im Sinne von Virtual Reality erleben kann, wie bei der Star-Trek-Holodeck-Technologie. Fünftens: Wie sieht das Verhältnis zwischen Bibliotheken und der Wikipedia aus? Bibliotheken brauchen die Wikipedia nicht, aber sie brauchen etwas ähnliches wie die Wikipedia, einen verbesserten Nachfolger der Wikipedia. Die Wikipedia hält StudentInnen tendenziell davon ab, mehr Forschung zu betreiben. Der Nachfolger der Wikipedia sollte so gestaltet werden, dass StudentInnen gefordert sind, sich stärker in ein Thema zu vertiefen.

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