"Kolaric' Erben – Die Tschuschenkinder von einst" – Ein Film von Peter Liska und Meryem Citak ORF
Anfang der 1970er Jahre sorgte ein Plakat für Aufsehen. Es sollte für Toleranz gegenüber Gastarbeitern werben. "I haaß Kolaric, du haaßt Kolaric. Warum sogns' zu dir Tschusch?", fragte ein kleiner Bub einen Mann. Seither ist der Kolaric der Inbegriff für die Gastarbeitergeneration der 60er und 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Der "kreuz und quer"-Film "Kolaric' Erben – Die Tschuschenkinder von einst" am Dienstag, dem 14. April 2009, um 22.30 Uhr in ORF 2, von Peter Liska und Meryem Citak ist eine Spurensuche. Ein Blick auf den Werdegang von Kindern der ersten Gastarbeitergeneration, ein Blick auf die alltägliche Fremdenfeindlichkeit von einst und von heute und ein Blick auf die Glück- und Schattenseiten des Gastarbeiterlebens. Der Film wurde vor kurzem für den CIVIS Medienpreis nominiert, Europas renommiertester Medienpreis für Integration und kulturelle Vielfalt. Im zweiten Teil von "kreuz und quer", um 23.20 Uhr, präsentiert Doris Appel "Gefillte Fisch und Baba Ganusch – eine jüdische Kochshow" von Helene Maimann.
"Kolaric' Erben – Die Tschuschenkinder von einst" – Ein Film von Peter Liska und Meryem Citak
In den 1970er Jahren begann das Fernsehen, sich für das Schicksal der Gastarbeiter in Österreich zu interessieren und rückte damit die so genannten Tschuschenkinder ins Bild. Jenen Kindern, die damals mit dürftigen Deutschkenntnissen vor der Kamera saßen, ist der Film "Kolaric' Erben – Die Tschuschenkinder von einst" von Peter Liska und Meryem Citak gewidmet. Die Dokumentation ist eine Spurensuche, ein Blick auf den Werdegang von Kindern der ersten Gastarbeitergeneration, ein Blick auf die alltägliche Fremdenfeindlichkeit von einst und heute sowie ein Blick auf die Licht- und Schattenseiten des Gastarbeiterlebens und zeigt anhand eindrucksvoller Beispiele, dass erfolgreiche Integration möglich ist.
Es gibt im ORF keine vergleichbare Produktion, die anhand konkreter Personen das Thema Integration über einen derartig großen Zeitraum nachvollziehbar macht. Dreimal waren die Protagonisten dieses Films mittlerweile vor der Kamera: Anfang der 70er Jahre, 2000 und 2008. Der Film zeigt, dass sozialer Aufstieg trotz schwierigster Startbedingungen möglich ist.