Eszter Salamon (D/H)
Dom im Berg
Sa 05/10
Konzept: Eszter Salamon
Choreografie / Tanz: Christine De Smedt & Eszter Salamon
Musik: Terre Thaemlitz
Licht: Sylvie Garot
Technische Leitung: Raphael Vincent
Produktion: Alexandra Wellensiek
Erst waren es ungarische Volkstänze, die ihren Körper geprägt haben; dann, irreparabel, die strikte Dressur einer Ballettschule. Und natürlich all jene geschlechterspezifischen Tradierungen, die uns noch immer unsere Körperbilder diktieren. Auch wegen dieser biografischen Einflüsse sind alle Arbeiten der ungarischen Choreografin Eszter Salamon kritische Untersuchungen der Repräsentationen des Körpers und seiner Bewegungen. Aber obschon sie mit ihren raffinierten Produktionen längst zur Kerntruppe des konzeptuellen Tanzes gehört, haben Salamons Stücke immer zugleich theatrales Potenzial, spielen mit Narrationen, Situationen, Rollen, Musikalität und Humor.
Zusammen mit der belgischen Choreografin Christine De Smedt entwickelt sie in „Dance #1 / Driftworks“ zur Musik von Terre Thaemlitz ein raffiniertes Duo auf Basis der Improvisationstechnik des Body Mind Centering, bei dem der Ausdruck durch die Bewegung entsteht und nicht umgekehrt. Indem die beiden Tänzerinnen mehrere Phasen der Beobachtung, Erfahrung und Erinnerung verschiedener Körpersysteme durchlaufen, konstruieren sie eine Choreografie flüchtiger, sich unentwegt verändernder Körper: „Dance #1 / Driftworks“ ist ein permanentes Spiel mit unseren Wahrnehmungen und eine ernsthafte Suche nach dem Sinn und der Notwendigkeit von Bewegung.
Dokumentation:
Bilder des Festivals
Ein Projekt von autokolor im Rahmen des Festivals steirischer herbst 2008 – steirischerherbst.at
Kamera, Schnitt: Anke Philipp, Ulrich Reiterer, Timm Ringewaldt
Produktion: Timm Ringewaldt, autokolor
Weitere Infos:
steirischerherbst.at/2008/deutsch/video/video.php
steirischerherbst.at/2008/deutsch/kalender/kalender.php?eid=28
autokolor.org