
bonaNza (A)
1 year ago
The Opposite of Art / The Art of Opposites
mit Jorge Sánchez-Chiong (A/YV) & Alexander J. Eberhard (A)
musikprotokoll – Generalmusikdirektion
Do 09/10
Wenn bonaNza im Auftrag von Kunstfestivals und Kulturinstitutionen Werke von EMusik Komponisten wie Brian Ferneyhough und Steve Reich oder österreichisches Kulturgut wie Arnold Schönberg oder Falco zu neuen, selbständigen Stücken und Remixes berarbeitet, geschieht das Gegenteil von Kunst. Anscheinend.
Eberhard und SánchezChiong gründeten bonaNza, um verschiedene Einflüsse der aktuellen Clubmusik in ihre elektronische Kunstmusik einfließen zu lassen. Bald aber distanzierten sich beide von gängigen Arbeitsweisen wie die Abstrahierung und Dekonstruktion von Mitteln und Gesten, sowie von der kunstszenetauglichen Schlichtheit. Sie setzten dort an, wo sie vermutlich angefangen hätten, bevor aus ihnen Kunststudenten und dann Kunstakademiker wurden: Sie traten in Clubs auf, arbeiteten an unterschiedlichen von Kommerz vorbelasteten Ästhetiken und nahmen einen von der Kunstwelt wenig
beachteten Parameter ins Zentrum ihres Schaffens: die Funktionalität der Clubmusik, ihre Tanzbarkeit, ihren Flow. Wenn Samples aus Cages Präpariertem Klavier mit kargen Minimalhouse Beats gekoppelt werden, Schönbergs Pierrot zum Techno Remix gebracht wird, fröhlichtrashige lateinamerikanische ReggaetonRhythmen von düsteren angezerrten Industrial Sounds übermalt und Falcos Gesang mit dominikanischem Merengue überfahren werden, dann ist bonaNza in seinem Element: bei der Erforschung der Brauchbarkeit von entgegengesetzten Codes und GenreMixes, sowohl im Club als auch im Kunstraum. Mit dem für ECAS entworfenen Programm The Opposite of Art/The Art of Opposites setzt bonaNza diese Arbeiten mit einem “distorted view of austrian musical heritage” fort.
Dokumentation:
Bilder des Festivals
Ein Projekt von autokolor im Rahmen des Festivals steirischer herbst 2008 – steirischerherbst.at
Kamera, Schnitt: Anke Philipp, Ulrich Reiterer, Timm Ringewaldt
Produktion: Timm Ringewaldt, autokolor
Weitere Infos:
steirischerherbst.at/2008/deutsch/video/video.php
steirischerherbst.at/2008/deutsch/kalender/kalender.php?eid=28
autokolor.org
mit Jorge Sánchez-Chiong (A/YV) & Alexander J. Eberhard (A)
musikprotokoll – Generalmusikdirektion
Do 09/10
Wenn bonaNza im Auftrag von Kunstfestivals und Kulturinstitutionen Werke von EMusik Komponisten wie Brian Ferneyhough und Steve Reich oder österreichisches Kulturgut wie Arnold Schönberg oder Falco zu neuen, selbständigen Stücken und Remixes berarbeitet, geschieht das Gegenteil von Kunst. Anscheinend.
Eberhard und SánchezChiong gründeten bonaNza, um verschiedene Einflüsse der aktuellen Clubmusik in ihre elektronische Kunstmusik einfließen zu lassen. Bald aber distanzierten sich beide von gängigen Arbeitsweisen wie die Abstrahierung und Dekonstruktion von Mitteln und Gesten, sowie von der kunstszenetauglichen Schlichtheit. Sie setzten dort an, wo sie vermutlich angefangen hätten, bevor aus ihnen Kunststudenten und dann Kunstakademiker wurden: Sie traten in Clubs auf, arbeiteten an unterschiedlichen von Kommerz vorbelasteten Ästhetiken und nahmen einen von der Kunstwelt wenig
beachteten Parameter ins Zentrum ihres Schaffens: die Funktionalität der Clubmusik, ihre Tanzbarkeit, ihren Flow. Wenn Samples aus Cages Präpariertem Klavier mit kargen Minimalhouse Beats gekoppelt werden, Schönbergs Pierrot zum Techno Remix gebracht wird, fröhlichtrashige lateinamerikanische ReggaetonRhythmen von düsteren angezerrten Industrial Sounds übermalt und Falcos Gesang mit dominikanischem Merengue überfahren werden, dann ist bonaNza in seinem Element: bei der Erforschung der Brauchbarkeit von entgegengesetzten Codes und GenreMixes, sowohl im Club als auch im Kunstraum. Mit dem für ECAS entworfenen Programm The Opposite of Art/The Art of Opposites setzt bonaNza diese Arbeiten mit einem “distorted view of austrian musical heritage” fort.
Dokumentation:
Bilder des Festivals
Ein Projekt von autokolor im Rahmen des Festivals steirischer herbst 2008 – steirischerherbst.at
Kamera, Schnitt: Anke Philipp, Ulrich Reiterer, Timm Ringewaldt
Produktion: Timm Ringewaldt, autokolor
Weitere Infos:
steirischerherbst.at/2008/deutsch/video/video.php
steirischerherbst.at/2008/deutsch/kalender/kalender.php?eid=28
autokolor.org
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