Aber Zeus sprach zu ihnen:... Wie kann die Utopie der Gemeinschaft nach ihrem historischen Ende heute aussehen? Und was wird aus der Angst des Menschen vor seiner Sterblichkeit unter der Bedingung, dass alles erforscht, jeder Winkel der göttlichen Schöpfung durchleuchtet, alle Drinks schon getrunken und unsere gesamte Existenz vermarktet ist? … Der Tauchgang nach Atlantis ist eine Reise zu den Ruinen und den Toten der Geschichte in der Hoffnung, dass sie herausgeben, was an Zukunft mit ihnen versunken ist. Eine kollektive Reise ins Ungewisse mit dem Versuch, das Unmögliche aus der Tiefe zu bergen. (Text: kainkollektiv)
"Die Bühne wird in der kompletten Breite und Tiefe bespielt. Links Klavier, rechts Schlagzeug, hinten die musikalische Elektronikabteilung neben einer Mauer, die ein Aquarium umschließt. Selbst die Wand gehört zur Bühne und wird betanzt. Und als hätte das nicht gereicht, beamt der Videokünstler Nils Voges Muster, Bilder oder Schattenspiele mit Wanzen und Regenwürmern an die Wand. Ganz vorn rechts steht noch ein Fernseher, in dem die Zuschauer ihn beobachten können, wie er mit seziererischer Genauigkeit seine Bilder live entwirft (... ) Das Publikum hat großartiges Schauspiel gesehen!" (der Westen, Karen Kliem)
"Arme Demokratie – geht sie unter wie Atlantis? Am Ende ist ihre Bühne ein Schlachtfeld: zerworfene Erdhügel, auf denen sich zuvor zitternde Gestalten herumgetrieben haben (...) Einiges spricht dafür, Fäden zu ziehen zwischen der heutigen Demokratie und der versunkenen Stadt. „Altneuatlantis” – das neue Theaterstück des Regiegespanns „Kainkollektiv” – spinnt daraus ein mutiges wie intelligentes Textgewebe und geht dem Mythos mit opulenten Bildern nach." (WAZ, Dennis Vollmer)
Inszenierung und Bühne: kainkollektiv
Lichtspiele/Video: sputnic
Kostüme: Sigrid Trebing
Regie-Assistenz: Marina Eichler
Hospitanz: Tilman Oesterreich
Mit: Julia Dillmann, Randolph Herbst, Andreas Maier, Rasmus Nordholt, Mirjam Schmuck, Anna Weißenfels
Premiere: 11.12.09 im Ringlokschuppen Mülheim an der Ruhr