Gill Clarke was an inspiring teacher, a devoted artist, a wise friend and a tremendously generous person. The news, that Gill Clarke died on November 15th 2011 leaves the staff of the Inter-University Centre for Dance Berlin in grief. We are deeply indebted to Gill’s thinking, creativity and wonderful communication skills. She has been a key figure in setting up the educational, pedagogical and artistic profile of the Bachelor programme Contemporary Dance, Context, Choreography since 2006. We are happy that the last project we realised together, an analysis of her artistic and pedagogical approach in a research project and the accompanying film "Mind in Motion" that were completed in 2010, gave Gill the opportunity to present the achievements of her life-long research. The field of contemporary dance mourns a great loss, but can at the same time look back with deep gratitude onto a legacy that will be cherished in all its dimensions in the times to come.

Editing: Becky Edmunds
Der Film dokumentiert die Lern- und Unterrichtsmethode „Mind in Motion“ (auch Minding Motion oder Mindful Motion) im Rahmen eines Forschungsprojektes über zeitgenössische Tanztechniken, das von 2008 bis 2010 von Tanzplan Deutschland durchgeführt wurde. Eine Buchpublikation erschien 2011 in deutscher und englischer Sprache (Ingo Diehl, Friederike Lampert, Hg., "Tanztechniken 2010 Tanzplan Deutschland. Mit 2 DVDs". Berlin: Henschel Verlag 2011.) „Mind in Motion“ wurde von der Choreographin, Tänzerin und Pädagogin Gill Clarke seit ca. 1985 aus ihrer eigenen Tanzpraxis heraus entwickelt und in Profi-Workshops und im Rahmen von Hochschulausbildungen und Weiterbildungsprogrammen gelehrt. Mindful Motion faßt den Tänzer als forschenden Künstler auf, dessen Medium für Kreativität und Kommunikation der eigene Körper ist. Es geht daher nicht darum, Kategorien von „richtig“ oder „falsch“ in der Bewegung zu etablieren. Sondern es geht um verkörpertes Verstehen und verfeinerte Aufmerksamkeit innerhalb der eigenen Bewegung, um Wahlmöglichkeiten bewußt zu machen, die in jedem Augenblick zur Verfügung stehen und die jeder Tänzer innerhalb seines Bewegungsradius sowohl in bezug auf die eigene Bewegungsintention wie auch auf spontane Abweichungen beobachten kann. Oft glauben Tänzer, Einschränkungen ihrer Bewegungsskala verwiesen vor allem auf körperliche Grenzen, an denen sie arbeiten müssen. Es kann aber auch nur das geistige Bild des Körpers sein, das Wahlmöglichkeiten in der Bewegung einschränkt. So könnte etwa ein ungenaues Bild davon, wo das Hüftgelenk sitzt oder auch die Schonhaltung infolge einer Verletzung dazu führen, daß ungünstige Bewegungen sich als „normal“ anfühlen. Gelingt es, das eigene Handeln anders zu visualisieren und dadurch mit einer anderen physischen Intention auszustatten, wird es möglich, sich selbst effektiver zu organisieren und ein Resultat zu erreichen, das aus bloßer Bewegungskontrolle nie so detailliert hätte entstehen können. Ein Ziel von Bewegungsforschung innerhalb künstlerischer Ausbildungsprogramme besteht darin, Bewegung zu generieren, die nicht unbedingt tänzerisch ist, sondern somatisch geprägt (wie etwa bei einem Kleinkind oder bei einem Tier). Das heißt, die Bewegungsintention zielt nicht auf Gestaltgebung (und formgeprägte Ästhetik) ab, sondern auf die Entfaltung eines dem Körper inhärenten Potentials. Diese dialektische Verbindung zwischen „ästhetisch“ und „inhärent“ schafft zwangsläufig auch neue Möglichkeiten der Interaktion und der Verknüpfung des Visuellen und der Wahrnehmung. In Gill Clarkes Ansatz soll sich potentielle Bewegung innerhalb eines Kontextes künstlerischer Kompositions- und Zeitlichkeitsstrategien darstellen und damit einen individuellen Weg zur Formfindung aufweisen.

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