Herzlich willkommen,
2011 haben wir einen großen Schritt hin zur Energiewende geschafft. In Deutschland ist es mittlerweile nicht nur gesellschaftlicher Konsens, sondern endlich auch politischer Konsens aus der Atomkraft auszusteigen. Leider brauchte es für CDU und FPD dazu erst die Atomkatastrophe von Fukushima.
Klar ist aber auch: ein Atomausstieg allein ist noch keine Energiewende.

Zwar haben die erneuerbaren Energien im ersten Halbjahr 2011 bereits einen Anteil von über 20 % der deutschen Stromproduktion erzielt. Allerdings wirft die FDP in ihrem politischen Überlebenskampf insbesondere der Photovoltaik immer neue Knüppel zwischen die Beine.

Für eine echte Energiewende brauchen wir aber alle Formen der erneuerbaren Energien. Wir dürfen sie nicht gegeneinander ausspielen. Alle haben ihre spezifischen Vor- und Nachteile. Nur in der Kombination von Wind, Wasser, Sonne und Biomasse schaffen wir es, Deutschland bis 2050 vollständig mit Erneuerbaren Energien zu versorgen.

Vor allem Hessen hat hier noch einen großen Nachholbedarf. Unser Bundesland ist Schlusslicht bei der Nutzung der Erneuerbaren. Nur durch unsere unermüdlicher Überzeugungsarbeit im Hessischen Energiegipfel ist uns es gelungen, endlich die Verhinderungsplanung der Schwarz-Gelben Landesregierung bei der Windkraft aufzubrechen. Noch vor zwei Jahren hat die CDU gegen die sogenannten Windkraftmonster gewettert.

Jetzt haben wir es geschafft, die Voraussetzung für eine Verfünffachung der Windenergie in Hessen zu schaffen. Mit insgesamt rund 1500 modernen Windrädern werden wir bis zu 60 % des hessischen Strombedarfs decken.
Wichtig ist für mich und die SPD: Diese Windkraftanlagen gehören in die Hände der Bürgerinnen und Bürger sowie der Kommunen und Stadtwerke. Die Akzeptanz insbesondere für Windkraft steigt, wenn man weiß, dass Windkraftrad im Gemeindegebiet gehört meiner Genossenschaft oder meiner Gemeinde und nicht einen großen anonymen Investor oder einem der vier großen Energiemonopolisten.

Leider hat schwarz-gelb in Hessen Mitte Dezember die Rolle der Kommunen bei der Energiewende zugunsten der Wirtschaft stark beschnitten. Das ist der falsche Weg. Für uns sind die Kommunen die Träger der Energiewende. Erneuerbare sorgen nicht nur für sauberen Strom und schützen das Klima, sondern schaffen Arbeitsplätze und Wohlstand in der Region. Gerade die Menschen in der Solarregion spüren das. Das Herz der Energiewende schlägt hier. Mit einer innovativen Uni, einem stark wachsendem Fraunhoferinstitut für Windenergie, einem Institut für Dezentrale Energietechnologien und zahlreichen großen und kleinen Firmen der Erneuerbaren Energien arbeiten mittlerweile weit über 12.000 Menschen in Nordessen in dieser Zukunftsbranche. Tendenz steigend.

2011 war ein gutes Jahr für die Energiewende. Allerdings bleibt noch viel zu tun. Die Umsetzung der ambitionierten Ziele wird nicht immer leicht. Ich brauche dazu ihre Unterstützung.

Es wird sicherlich auch den ein oder anderen Rückschlag geben, wie z.B. die Weltklimakonferenz in Durban. Aber wir können es schaffen, als erste führende Wirtschaftsnation mittelfristig uns zu 100 % aus erneuerbaren Energie zu versorgen. Wenn uns das gelingt, kann Deutschland ein zweites Wirtschaftswunder erleben. Dafür setze ich mich ein.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen frohe und geruhsame Festtage und viel erneuerbare Energie für 2012.

Ihr Timon Gremmels

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