6 Wochen lang reiste der Musik- und Performancekünstler Uwe Bastiansen durch die Volksrepublik China. An verschiedenen Locations – vom Dorffest über Clubs, Kunstgalerien und Museen bis hin zu Universitäten – begab er sich in mehr als 20 Performances auf seine eigene Kulturreise.
In Interaktion mit dem Publikum und verschiedenen Künstlern/Musikern fand ein unmittelbarer Erlebnisaustausch statt, der unvorhersehbar und einzigartig war.
Ein Grenzgang für beide Kulturen, in dem Spontanität gross geschrieben wurde.
Es wurden Stühle durch die Menge geworfen, Gipsköpfe live bearbeitet, Rasierschaum und andere Sprays zur Bewegung der Massen benutzt. Es wurden Banner, Einkaufstaschen, Federkissen sowie diverse, dem Schrottplatz zuzurechnende Utensilien verwendet, um Reaktionen im Publikum zu provozieren, die ebenso überraschend dem Künstler die Gelegenheit zur Improvisation lieferten.
Weitere Höhepunkte waren spontane Konzerte - an Orten wie Shanghai, Macau, Guangzhou, Chongqing und Shenzhen - mit einheimischen "Noise"-Künstlern, Freejazz-Artisten sowie
klassisch ausgebildeten traditionellen Musikern und zertrümmerten Gitarren, Übernachtungen in
5-Sterne Hotels, in Künstlerdörfern und Bordellen, 10 Watt-Tonanlagen ohne Anschlusskabel etc.
Und mit jedem weiteren Aufenthaltstag änderte sich Stück um Stück die eigene Sichtweise.
Er wurde verzaubert von den Geschehnissen. Und es ist ihm wichtig zu zeigen, welche Spannung sich in den Augen beider Parteien (Uwe Bastiansen als Künstler und dem Publikum) widerspiegelt.
Die Idee des Dokumentarfilms (Arbeitstitel „sack ueber kopf nach china“) entstand.