Die Ausstellung "LABORATORIUM" von Helmut Schweizer zeigte erstmals in einem Überblick Arbeiten aus dem Werk des Künstlers, die seit 1969 entstanden sind.

Ausgehend von einem offenen und multimedialen Kunstbegriff, der sich in der geistesver-wandtschaftlichen Nähe zur gesellschaftlich-kritischen und konzeptuell geprägten Kunst befindet, wie sie sich seit den 1960er Jahren exemplarisch mit dem Werk von Joseph Beuys oder Bruce Nauman in der Gegenwartskunst entwickelt, beinhaltet das Werk von Helmut Schweizer nach Anfängen im Bereich der Installations- und Aktionskunst, Filmen und konzeptuellen Fotoserien bis heute ein Zusammenspiel von unterschiedlichen Medien und experimentellen Formfindungen.
Komplexe Zusammenhänge aus unserem Verhältnis zur Natur, Landschaft und Kultur, die seit dem 20.Jahrhundert auch das kritische Themenfeld der atomaren Bedrohung und der Vergegenwärtigung der Natur-Energie-Ressourcen einschließen, finden ihre Übersetzung in einer Vielfalt von formalen und ästhetischen Möglichkeiten. Collagen, Montagen, fotografische Druckverfahren, Filme, Objekte, Drucke und komplexe Installationen sind Ausdruck seines Leitmotivs seit Ende der 60er Jahre: Das Laboratorium. Es wird einerseits motivisch veranschaulicht und dient andererseits auch als Metapher für das Leben, existentielle Prozesse und die kulturelle Entwicklung des Menschen im 20. Jahrhundert.

Im Zentrum von Helmut Schweizers aktuellem Projekt "IL COR COMPUNTO . TREUNDICI", das nach dem 11. März 2011 entstand, strahlt in der gläsernen Installation "NOTTURNO . ATOMICO" ein fragiles Mobile gelbgrün, umgeben von den eurasischen Annäherungen & Begegnungen der beiden Bildzyklen "ECCE HOMO . PER ETTORE MAJORANA" und "TENEBRAE . FUKUSHIMA" .

Helmut Schweizer wurde 1946 in Stuttgart geboren und lebt seit 1978 in Düsseldorf.

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