Goethe in Guinea: 5 deutsche und 21 guineische Künstler brachten den "Urfaust" als Tanztheater in Deutsch, Französisch und der guineischen Nationalsprache Susu auf die Bühne. Botschafter Karl Prinz würdigte die Aufführung als "Kulturaustausch mit langer Wirkung". Der Workshop fand im Rahmen der "Aktion Afrika" statt.
Vor 250 Zuschauern wurde Goethes "Urfaust" im Garten der Residenz des deutschen Botschafters am 23. Januar 2009 aufgeführt.

Der guineisch-deutsche"Urfaust" führte zwei Künstlergruppen aus zwei Kontinenten zusammen, gemeinsam erarbeiteten sie im Zusammenspiel neue Bühnen- und Theatertechniken. Schauspiel, Tanz und Akrobatik flossen in die Produktion ein.
So entstand eine rasante Szenenfolge aus Dialogen, die von einem Griot (afrikanischer Geschichtenerzähler) für das guineische Publikum auf Susu erklärt wurden.

Die deutschen Akteure kamen aus der privaten Schauspielschule "Deutsches Zentrum für Schauspiel und Film" in Köln-Poll, die afrikanischen Mitwirkenden aus der guineischen Akrobatenschule "Djinola Productions".
Die personifizierte "interkulturelle Brücke" des Projekts war der 23-jährige Guineer Mohamed Sanfina Diallo ("Madou"), der aus der guineischen Akrobatengruppe stammt, im Juli 2007 nach Bonn kam, dort ein Jahr Deutsch lernte und seit August 2008 an der Kölner Schauspielschule studiert.
Er spielte in der Produktion den Valentin, der Faust in einem Fechtkampf unterliegt. "Madou" war in dieser Produktion nicht nur Schauspieler, sondern auch Choreograph, der Schauspiel und Akrobatik zusammenführte.

Der Workshop und die Aufführung wurden von der deutschen Filmregisseurin Jules Herrmann schon vor der Abreise in Köln und während der ganzen Reise filmisch begleitet.
"Dies ist ein Kulturaustausch mit langer Wirkung, denn fast alle Teilnehmer sind jung und haben ihr Berufsleben noch vor sich" , so beschrieb Botschafter Prinz die nicht alltägliche künstlerische Begegnung.

Quelle des Textes: auswaertiges-amt.de/diplo/de/Aussenpolitik/RegionaleSchwerpunkte/Afrika/090202-aktion-afrika-faust,navCtx=216790.html

Video: Jules Herrmann
Kontakt: jules(at)gegenschuss.de

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