Das Architekturmodell - Werkzeug, Fetisch, kleine Utopie | The Architectural Model - Tool, Fetish, Small Utopia
Deutsches Architekturmuseum - 25. Mai bis 16. September 2012

Projekt-Team: Andreas Kretzer und Dennis Röver
Soundtrack: Grayscale Project (Greg, X-Ray, BeWu), Poland
made on a Mac with Adobe Creative Suite Master Collection

Souvenirs in Serie

Viele Jahre waren 3D-Druckverfahren an Geräte mit hohen Anschaffungs- und Betriebskosten gebunden. Für die Ausstellung „Das Architekturmodell - Werkzeug, Fetisch, kleine Utopie“ richteten Andreas Kretzer, Juniorprofessor am Lehrgebiet Digitale Werkzeuge im Fachbereich Architektur, und Dennis Röver, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrgebiet Tragwerksentwurf und Konstruktionen, einen „Thing-O-Matic“ ein. Der Bausatz-Roboter der Firma MakerBot Industries aus Brooklyn, New York, wird seit 2009 für rund 1.000 Dollar verkauft. Er soll die Drucktechnologie, der einige einen Boom wie bei 2D-Druckern vorhersagen, durch vergleichsweise niedrige Verbrauchskosten erschwinglich machen.

Der Thing-O-Matic funktioniert im Prinzip wie eine extrem feine Heissklebepistole. Ein thermoplastischer ABS-Kunststoff (Acrylnitril-Butadien-Styrol) wird in einer einachsig beweglichen Düse erhitzt, die über einem in zwei Achsen beweglichen Modelltisch montiert ist. Modelle werden in 0,3mm-starken Schichten von unten nach oben gebaut.

Der kompakte 3D-Drucker ermöglicht im Rahmen der Ausstellung eine Live-Produktion dreidimensionaler Objekte auf kleinstem Raum. Als Souvenir für die Besucher wurden im Vorfeld insgesamt 200 Miniaturen des vermeintlich wertvollsten Modells der DAM-Sammlung, der Einsteinturm von Erich Mendelsohn, produziert. Dabei wird ein entscheidender Vorteil der Technologie augenscheinlich: die serielle Herstellung von Modellen bzw. Bauteilen individueller Prägung. Der Druckprozess eines Einsteinturms dauert circa 70 Minuten.

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