Dieses Zeitraffervideo zeigt das Lichtspiel der Leuchtenden Nachtwolken (englisch noctilucent clouds, NLC) am Morgen des 27. Juni 2012 von Hannover aus.

Leuchtende Nachtwolken bilden sich in den Sommermonaten in 82 bis 85 Kilometer Höhe in der dort extrem dünnen Erdatmosphäre nahe der Grenze zum Weltraum. Die Temperatur in dieser Höhe kann auf bis zu -140 Grad Celsius sinken und nur bei derart niedrigen Temperaturen können sich die Leuchtenden Nachtwolken aus winzigen Eiskristallen bilden. In der großen Höhe beträgt der Wassergehalt und die Dichte der Luft nur einen winzigen Bruchteil der Luft nahe am Erdboden oder in der normalen Wolkenhöhe von rund 10 Kilometern.

Durch ihre enorme Höhe über dem Erdboden sind die Nachtwolken auch noch spät am Abend und in der Nacht, lange nach Sonnenuntergang, von der Sonne angestrahlt. Sie scheinen dann in einem perlmuttfarbenen, bläulichen Licht, dass in diesem Video erkennbar ist. Die genaue Entstehung der Leuchtenden Nachtwolken ist noch nicht vollständig verstanden. Klar ist, dass es in der dünnen Atmosphäre Kondensationskeime für die Kristallisation des Wassers geben muss, doch deren Ursprung bleibt derzeit rätselhaft.

Die Leuchtenden Nachtwolken sind am besten sichtbar, wenn sich die Sonne zwischen 6 und 16 Grad unter dem Horizont befindet. Sie können dann am Abend- und am Morgenhimmel erspäht werden, in einigen Fällen sogar die gesamte Nacht hindurch.

Dieser Zeitraffer wurde mit einer Canon EOS 7D bei 400 ISO mit Tokina AT-X Pro SD 11-16mm f/2.8 (IF) DX, bei f/3,5 aufgenommen. Pro Minute wurde eine Aufnahme gewonnen, eine leichte Nachbearbeitung erfolgte mit Aperture, der Zeitraffer wurde mit Time Lapse Assembler zusammengestellt, die Zeiten in die Bilder mit ImageMagick und einem bash-Skript eingefügt.

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