Das Seminar wird durch das Entwickeln verschiedener mobiler Projektionsstrategien für den öffentlichen Raum animierte Realitäten in die städtische Wahrnehmung einstreuen und dadurch temporäre Irritationen erzeugen. Hierbei gilt der urbane Raum als eine Art endlose Leinwand. Eine räumliche Dekonstruktion soll hierfür entwickelt, erforscht und emotional reproduzierbar gemacht werden. Die Teilnehmer sollen durch regelmäßige Interventionen Reaktivität und Spontanität für alltägliche Gegebenheiten entwickeln und diese auf ihr künstlerisches Schaffen übertragen. Das „Mappen“ von Animationen und das Heraustreten aus dem geschützten Raum in die Öffentlichkeit ist auch als Geste zu verstehen: Der Animator wird zum Performer, seine bewegten Miniaturen sind auf direktem Wege mit seiner Person verbunden.

Orte und Nicht-Orte bekommen neue Bedeutungen zugewiesen, der Körper von Passanten als nicht-wissender Projektionsträger. Die Kombination aus Inhalt und Lokalisation generiert eine Vielzahl von unterschiedlichen Möglichkeiten, die einen hohen Grad an künstlerischer Freiheit gewährleistet. Mit nicht-zielgerichteten Spaziergängen, regelbasierten Navigationsanweisungen und dem Erstellen von Projektionsprothesen können die Teilnehmer ihre täglichen Routen neu konfigurieren und ganz im Sinne von Jakob von Uexküll Streifzüge durch die Umwelt von Tieren und Menschen unternehmen.

Mit:
Camillo Colmenares
Nazgol Emami
Jan Goldfuß
Katharina Klemm
Diana Menestrey

music by amiina.com/

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