Selbstverwirklichung heißt das neue Heilsversprechen! Jeder kann es schaffen, denn wir glauben an Chancengleichheit und an die Quantifizierbarkeit von Leistung, Spaß und Intelligenz. Dafür warten wir uns die Ärsche wund. Genießen können wir später, wenn das letzte Stückchen soziales Engagement neben angesehenen Praktika im papierfressenden Amt sakral transformiert worden ist. Macht sich auch gut im Lebenslauf, der so wichtig ist wie das Amen in der Kirche. Wer will schon im stinkenden Sumpf der Mittelmäßigkeit auf die Pension hinarbeiten? Ab in den Elitehimmel!

Wir alle spielen mit in dem bürokratischen Märchen. Individuelle Sesselfurzer, die halt ihren Job machen, studieren, sich ab und an was gönnen, auch mal dagegen sind – kleine Zahnräder, die kleine Zahnräder bleiben, so lange sie glauben den Weg nach oben gehen zu müssen. Saugen wir also weiterhin gierig an den Zitzen bis nichts mehr heraus kommt. Und dann? Krise? Chaos? Wo ist die ideologische Avantgarde, die uns herausreißt aus der Rolle der ewig Wartenden? Lasst uns gemeinsam wahnsinnig werden!

Ein Stück über die Frustration und Orientierungslosigkeit einer Generation, die ihr Leben in die Zukunft investiert und sich dabei selbst vergisst.

Leistung lohnt sich wieder!

Stücktext, Regie und Schauspiel

Theaterkollektiv kadaver exquisit: Anya Deubel, Moritz Geiser, Timo Müller, Patrick Rothkegel, Ottilie Vonbank

Bühne, Projektion Lena Novotny und Marcus Saravia

Licht Julian Vogel

Kostüm Bernadette Baumann

Produktionsleitung Sophie Schmeiser

Flyerdesign Clara Berlinski

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