Die Leute im sogenannten „Kulturbereich“ oder „Kreativbereich“ sind eine seltsame Spezies. Sie sind gut ausgebildet, höchst motiviert und bewegen sich scheinbar trittsicher in unsicheren Rahmenbedingungen. Die Versprechungen der Branche klingen ja verheißungsvoll: du kannst experimentieren, eigene Vorstellungen umsetzen und in einem Umfeld mit gleich gesinnten, wachen ZeitgenossInnen arbeiten! Da ist man durchaus bereit, durch ehrenamtliches Engage-ment oder mittels Ausbeutung eigener Ressourcen wie Freizeit oder Gesundheit schwächlich finanzierten Organisationen zu ungeahnter Größe zu verhelfen. Und schon ist man bei 24/7, Burn-Out oder Karrierismus gelandet.

Doch trotz oder wegen des Trends zur Flexibilisierung und Prekarisierung gibt es auch und gerade im Kulturbereich eine große Bereitschaft, sich über alternative Arbeitsmodelle jenseits von „Lohnarbeit“, „Selbstständigkeit“ oder „Karriere“ den Kopf zu zerbrechen. Die Schlagworte zwi-schen Ausbruch und Alternative lauten etwa Teilzeitmodell, Bildungskarenz, 4-in-1-Modell, Be-dingungsloses Grundeinkommen, Neue Arbeit, … etc.

Die KUPF lud zu dieser Sendung ExpertInnen, die sich über das System „Arbeit“ Gedanken gemacht haben und theoretisch oder praktisch an Alternativen dazu arbeiten.

TeilnehmerInnen an der Diskussion:

Veronika Moser: ist Projektentwicklerin und Öffentlichkeitsarbeiterin beim freien Linzer Radio FRO und beschäftigte sich im Rahmen mehrerer Projekte mit alternativen Arbeitsmodellen, insbesondere mit dem 4-in-einem-Modell von Frigga Haugg.

Markus Luger: Markus Luger ist Social Media Worker und betreibt Jugend- wie Kreativarbeit. Er arbeitet aktiv an praktischen Alternativen zur Organisation von Arbeit.

Moderation: Thomas Kreiseder (thomaskreiseder.com/)

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