2013
FEBRUAR 02 03 04 05
20 UHR

Das existenzielle Bedürfnis nach Regeln und Bezugspunkten, von denen aus sich Welt erschließen lässt, ist in einer Zeit der Orientierungslosigkeit immer wieder spürbar. Die neue Arbeit der Choreografin Colette Sadler wagt den Versuch, sich dem Wunsch nach Verortung und dem Prinzip der radikalen Veränderung zugleich zu stellen: Wie setzt man Regeln in einem regellosen Spiel? Was lässt sich stabilisieren im Zustand der Instabilität? Wie verschafft sich der Körper Sicherheit in Zeit und Raum?

Variation #1 umkreist diese Fragen in der Begegnung von vier TänzerInnen und zwei MusikerInnen, in deren Zusammenspiel auf der Bühne, deren Übereinkünften und Uneinigkeiten eine musikalisch-choreografische Komposition entsteht. In einem Prozess ständiger Differenz und Variation beleuchtet Sadler damit das Verhältnis von Tanz und Musik aus einer anderen Perspektive: Wenn traditionelle Ordnungsprinzipien aufgelöst werden, muss sich auch die dialogische Beziehung der Kunstformen neu gestalten. Wie in einem Delirium begeben sich die Körper auf eine spielerische Suche nach Richtung und Orientierung, schaffen temporäre Formationen von Klang und Bewegung und das Bild eines Ortes, der so real wie erinnert ist.

CHOREOGRAFIE UND KONZEPT Colette Sadler PERFORMANCE UND CHOREOGRAFIE Maxwell McCarthy, Yohei Yamada, Kayoko Minami, Kerem Gelebek MUSIK Noid, Michael Vorfeld, Mario de Vega BÜHNE UND LICHT Philine Rinnert PRODUKTIONSLEITUNG Mareike Holtz PRODUKTIONSMITARBEIT UND PRESSE björn & björn PRODUKTION DANCE4 UK Claire Hicks, Becky Bailey

Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds. Eine Koproduktion mit dem Dance4/NottDance Festival 2012, in Zusammenarbeit mit den Sophiensælen Berlin, dem Arts Council of England und Choreographic futures/Dance Base Scotland.

Foto © Dorothea Tuch

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