GEORG KARGL FINE ARTS
18/01/2013 - 09/03/2013

Andreas Fogarasi
Björn Kämmerer
Manuel Knapp
David Maljkovic
Wolfgang Plöger
Tobias Putrih
kuratiert von Fiona Liewehr

Die Ausstellung Cinematic Scope bei Georg Kargl Fine Arts stellt sechs jüngere künstlerische Positionen miteinander in Beziehung, die sich einer erweiterten filmischen Praxis verschrieben haben. Cinematic Scope, was als filmischer Handlungsspielraum aber auch als Entfaltungsmöglichkeit übersetzt werden kann, stellt in zeitgenössischer Reflexion und künstlerischer Aneignung der Errungenschaften der Expanded Cinema Bewegung der 60er und 70er Jahre die traditionelle Projektionsanordnung vom bewegten Bild erneut zur Diskussion. Trugen die KünstlerInnen und Filmemacher jener Zeit durch Aktionen, Happenings, Environments und Mehrfachprojektionen ganz grundsätzlich zu einem neuen Verständnis vom medialen Bild und zu einer erweiteten Körpererfahrung im physischen Raum bei, setzen sich die KünstlerInnen der heutigen Generation mit den kinematografischen Projektionsräumen unter digitalen-postmedialen Bedingungen auseinander. Seit Mitte der 1990er Jahre hat das Bewegtbild endgültig Einzug in die klassischen (Re)präsentationsräume der bildenden Kunst gehalten und seit Projektoren die Bilder von ihrem Trägermedium gelöst haben, lassen sie sich auch außerhalb einer nachempfundenen Kinosituation der Black Box gleichsam frei schwebend im Raum positionieren. Der gesamte architektonische Raum kann jenseits des gerichteten Dispositivs des Kinos zum temporären Screen werden und integriert den Betrachter in den erweiterten Bildraum.

Cinematic Scope versammelt Positionen, die vor Augen führen, dass die Faszination für das mittlerweile „klassische“ Medium Film keineswegs verloren gegangen ist, sich jedoch die Spuren der filmischen Wirkungsästhetik in der bildenden Kunst seit den 70er Jahren durch die rasch voranschreitende Technologie enorm vervielfältigt haben. Dies findet seinen Niederschlag in den unterschiedlichsten Installationskonzepten, die von 16mm Filmskulpturen über HD Flatscreen Environments über DVD Mehrfachprojektionen bis hin zur rein digital entstandenen Animationsanordnung reichen. Dabei zeigt sich, dass die kinematografischen Raumkonfigurationen mit ihren Bezügen zur spezifischen Architektur, die mise en scène des Präsentationsrahmens und die Entgrenzungen postmedialer Bildräume noch immer für Entfaltungsmöglichkeiten offen stehen.

weitere Information: georgkargl.com

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