Wer schon immer mal den Rebschnitt aus der Sicht des Winzers erleben wollte, ist mit diesem Video gut beraten.

In der Realität gestaltet sich die Arbeit jedoch viel zeitaufwendiger. Der Rebschnitt ist zeitlich gesehen sogar der aufwendigste Arbeitsschritt im Weinberg. Für den Winzer lohnt es sich aber, vor allem diese Arbeit gewissenhaft und ordentlich zu machen. Es ist die erste Möglichkeit Ertrag und Qualität des kommenden Jahrgangs zu beeinflussen.

Die Rebe ist eigentlich ein Lianengewächs, das in freier Natur Bäume emporwächst, um an Licht zu gelangen. In der Botanik nennt man diese Eigenschaft einer Pflanze apikale Dominanz.

Durch das Schneiden der Reben bricht man die apikale Dominanz und erlangt eine Kulturform mit gezieltem Triebwachstum. Der Rebschnitt hat des weiteren auch Einfluss auf die Holzreife, die Fruchtbarkeit der Rebe, die Traubenqualität und den Ertrag.

Man muss also während der Arbeit folgende Dinge erreichen: Das Entfernen des alten Holz vom letzten Jahr, die Auswahl der Fruchtruten, die die Grundlage für den kommenden Jahrgang legt und der Schnitt für die Zukunft, indem man Augen stehen lässt, aus denen Fruchtruten fürs nächste Jahr wachsen können.

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