Nürnberg, im September 1945. Die Stadt liegt in Trümmern, der Nationalsozialismus ist besiegt, die Amerikaner bereiten die Prozesse gegen die Kriegsverbrecher vor. Dazu beschlagnahmen sie die Villa in der Novalisstr. 24. Dort in Erlenstegen sollen die Zeugen untergebracht werden.
Die damals 36-jährige Gräfin Ingeborg von Kalnoky wird mit der Leitung des Hauses beauftragt. Sie erlebt illustre und spannungsgeladene Tafelrunden aus ehemaligen KZ-Insassen, Widerstandskämpfern und NS-Generälen. Sie schlichtet Streit, hält den Gestapo-Chef unter Arrest, bewirtet die Frauen der Kriegsverbrecher und muss Selbstmordversuche geheim halten, um nicht ihren Job zu verlieren.
Die Medienwerkstatt Franken spürte die Gräfin in Cleveland, Ohio (USA) auf. In ihrem einzigen Fernsehinterview erinnert sich die damals 87-Jährige an das Zeugenhaus in Erlenstegen, einen geschichtsträchtigen Ort, der nicht nur in Nürnberg völlig in Vergessenheit geraten ist. Ein Jahr nach dem Interview, 1997, starb von Kalnoky.

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