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3 Teile
Dauer: 4min - 2.5min - 5min

Zwei Kameras filmen im 90° Winkel den Raum, die Tänzerin Mariella Greil sieht sich
selbst verdoppelt. Sie spielt mit sich und dem neu entstandenen Raum. Die
Selbsterfahrung wird zur Fremderfahrung. Die eigene Bewegung wirkt für die Tänzerin
fremd, der visuell wahrgenommene Raum des Videos, welches in Echtzeit projiziert wird,
überlagert sich mit dem gefühlten.

“A Private Investigators Dream Machine” erforscht den komplexen Einfluss von
Videoüberwachung auf das Verhalten von Menschen und Performern. Es handelt sich um
eine Tanzperformance die nur durch komplexe Medientechnik funktioniert in deren
Mittelpunkt aber der Mensch steht, der mit seinen Gesten alles steuert: Die Musik und
Klangverteilung auf die Lautsprecher, die Position im Videobild und die Interaktion mit dem
eigenen Double.

Die Dichotomie zwischen Objekt und Subjekt, Mensch und Maschine wird sichtbar. Eine
Micro-Choreographie entsteht in diesem verdichteten Raum. Das erlaubt eine intensive
direkte Kommunikation auf vielen Ebenen mit dem eigenen Körper in fleischartigen,
amöbenhaften Formen. Die Arbeit erforscht eine (un)mögliche Zukunft eines Körpers der
sich vervielfältigt und verändert, mit sich selbst verbindet und seine Möglichkeiten
überschreitet. Ein Körper ohne Organe, der sich verformt und verdoppelt - wie sieht so
etwas aus? Eine grausame, sinnliche und poetische Monstrosität, erzeugt durch die
unbarmherzige Verzerrung der Spiegelmaschine. PID Machine phantasiert über die
düstere Perversion eines verarbeiteten Körperbildes und pseudo-organischer Symmetrie
in liquid-chimärenhaft-aussichtslosen Kreaturen einer (un)möglichen Zukunft.

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