Einen ungewöhnlich offenen Einblick in den Alltag der Nationalen Volksarmee bieten die hier versammelten Briefe eines Wehrpflichtigen aus seiner 18-monatigen Dienstzeit an der Wende der Ullbricht-Ära zur Honecker-Zeit.

Sehen Sie Ausschnitte einer Lesung + Podiumsgespräch aus dem Militär-Historischen Museum Dresden
vom Mai 2013 mit dem Verleger Dr. Christoph Links und dem Autor Dr. Eckhard Ullrich.

Ohne Rücksicht auf eine mögliche Zensur wird darin nicht nur vom stumpfsinnigem Drill, willkürlichen Bestrafungen, Inkompetenz beim Personal und störanfälliger Technik berichtet, sondern auch von der Ausbildung für einen Angriff auf die Bundesrepublik.

Die authentischen Texte zeigen symptomatisch, dass der Dienst in einer Mot.-Schützen-Einheit für manchen Abiturienten einen Kultuschock bedeutete, da er eine Seite der DDR offenbarte, die viele bis dahin nicht für möglich gehalten hatten. Eine vorbehaltlose Identifikation mit der DDR und ihrem politischen System war danach kaum noch möglich.

Kulturschock NVA
Der Alltag der Nationalen Volksarmee, dokumentiert in den Briefen eines Wehrpflichtigen aus seiner Dienstzeit an der Wende der Ullbricht-Ära zur Honnecker-Zeit.

Dr. Eckhard Ullrich
Jahrgang 1953, Studium der Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin, 1986 Promotion, bis 1989 wissenschaftlicher Mitarbeiter der TU Illmenau, freiberuflicher Literaturkritiker, 1990 bis 2003 Lokaljournalist und Redaktionsleiter, danach freier Autor, Publizist und Kritiker; zahlreiche Vorträge und Publikationen; seit 2011 Betreiber des Internet-Feuilletons eckhard-ullrich.de

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