Der „Kaiserdom“, die größte erhaltene romanische Kirche der Welt, hat Zerstörungen und Wiederaufbauphasen hinter sich. In der Krypta sind Kaiser und Könige bestattet – vom Domstifter Konrad II. (gest. 1039) bis König Rudolf von Habsburg (gest. 1291 in Speyer). Die Stadt mit keltischen Ursprüngen und früh schon Bischofssitz, erlebte unter den salischen Kaisern (1024-1125) einen ungeahnten Aufschwung. Über 50 Reichstage fanden hier statt - beim Reichstag 1529 protestierten die Anhänger der evangelischen Bewegung gegen die katholische Mehrheit - daher die Bezeichnung "Protestanten". -
Speyer besaß einst 68 Stadttore und 38 Kirchen. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg ließen die Franzosen die Stadt räumen und niederbrennen (1689), auch der Dom fing Feuer, wieder aufgebaut wurde zunächst nur notdürftig. Die Französische Revolution brachte das Ende der Freien Reichsstadt, Speyer wurde Kantonsstadt eines französischen Departements! Kirchlicher Besitz wurde enteignet, veräußert, zweckentfremdet, der Dom entging nur knapp dem Abbruch - nur ein Rest sollte als Triumphbogen zu Ehren Napoleons stehen bleiben! 1806 gab Napoleon den Dom den Katholiken dann doch wieder zurück. Nach dem 2. Pariser Frieden (1815) kam Speyer an Bayern, 1817 errichtete man wieder das Bistum. Speyer erlebte als Regierungssitz des bayrischen Rheinkreises einen neuerlichen Aufschwung (bis 1945). Erst der kunstsinnige bayrische König Ludwig I. ließ den Dom – freilich mit Änderungen – wieder herstellen. Seit 1981 ist der Dom UNESCO-Kulturerbe. - speyer.de

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