Edward - Olaf Reitz liest aus Eugen Egner's "Nach Hause"

Edward - Olaf Reitz liest aus Eugen Egner's "Nach Hause"

Burkhard Ballein

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Schon immer haben die Erzählungen und Romane Eugen Egners die Abgründe der menschlichen Seele ausgelotet. Auch in den früheren, vorwiegend humoristischen Texten war Witz nie weit vom Wahnwitz, Scherz nie weit vom Schrecken entfernt. In seiner Rezension von Egners "Eisenberg-Konstante" deutet Franz Rottensteiner renommierte Literaturzeitschrift für Science Fiction und Phantastik, Quarber Merkur, auf die Nähe zu H. P. Lovecraft hin, "dessen Einfluß man in Egners Werk ohnehin häufig nachweisen kann". Allerdings, so der Rezensent, sei Egners Prosa nur für Leute, "die auch schon mal über Lovecraft herzlich lachen konnten". Mit seinem neuen Buch vollzieht Eugen Egner sehr bewußt den Bruch mit der humoristischen Erzählweise und stellt sich ganz in die Traditionder Literatur des Schreckens, die ihren Ausgang mit E.T.A. Hoffmann nimmt, deren Meister E. A. Poe und H. P. Lovecraft sind und die in neuerer Zeit von Autoren wie Robert Aickman und Thomas Ligotti fortgeschrieben wurde.


"Nach Hause" - die Titelgeschichte schlägt das Thema an, das in acht weiteren Variationen durchgespieltwird: Die Menschen in Egners Geschichten sind auf dem Weg nach Hause. Nur sollen sie dort nie ankommen. "Hunde" ist die 1. Erzählung von Eugen Egners neunteiliger Reihe "Nach Hause".

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