Dokumentation von Winfried Bonengel - 1992

Der Dokumentarfilm zeigt das Wiedererstarken der Neonazi-Szene nach der Wiedervereinigung in Deutschland. Im Film kommen einige Neonazikader zu Wort, die Hauptfigur Ingo Hasselbach wird zwei Jahre später aus der Szene aussteigen und unter anderem Mitbegründer der Neonazi-Aussteiger-Organisation Exit Deutschland.

Er beleuchtet auch die Neonaziszene in Greifswald (ab Minute 21) und zeigt sehr klar, was für ein Klima zu der damaligen Zeit in der Stadt herrschte. Da können Täter vor der Kamera frei ihre Ideologie zur Schau stellen und auch Straftaten völlig frei zugeben. Erschreckend auch, wie falsch die Stadt in Person von Bernd Schröder als damaliger Jugendamtsleiter die Lage einschätzte, indem er die Taten als „Randale Spielen" verharmloste.
Es kam ab dem Jahr 1990 zu einer Vielzahl von Angriffen auf Unterkünfte von „Ausländern" in Greifswald (Brandteichstrasse, Makarenkostraße, auf dem Medigreifgelände und in Eldena), die gezeigten Brandspuren (Minute 29) zeigen einen zum Glück fehlgeschlagenen Angriff auf das Heim in Eldena. Leider erfolgte am 07.11.1991 ein weiterer Angriff von 15 Neonazis auf das Heim. Während ein Teil der Gruppe auf der Vorderseite eine Reizgasflasche ins Treppenhaus warfen um den Bewohner_innen den Fluchtweg zu versperren, warf der andere Teil auf der Rückseite einen Molotow-Cocktail in das Materiallager im ersten Stock. Nur durch das schnelle Löschen des Brandes durch die Bewohner_innen konnte schlimmeres verhindert werden.

Der im Film bei einer Wehrsportübung gezeigten „Führer von Greifswald" Klawitter war bis zum Verbot der Heimattreue Deutschen Jugend (HDJ) 2008 in dieser aktiv.

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