Wir und Wien - Erinnerungen

Ute Bock wurde 1942 in Linz geboren. Sie ging für ihre Ausbildung nach Wien und arbeitete nach der Matura ein Jahr in der Privatwirtschaft bevor sie sich entschloss Erzieherin zu werden. 1969 kam sie als Angestellte der Gemeinde Wien ins Gesellenheim Zohmanngasse im 10. Bezirk. 1976 wurde sie dort Leiterin. Seit Anfang der 90er Jahren schickt das Jugendamt ausländische Jugendliche zur "Bock" - zunächst Kinder aus Gastarbeiterfamilien später auch unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aus Kriegsgebieten, die in Österreich um Asyl ansuchen. Die Zohmanngasse war und ist noch immer die letzte Adresse für die, die niemand wollte. Wissen SozialarbeiterInnnen oder FlüchtlingsbetreuerInnen nicht weiter, schicken sie die Menschen zu Ute Bock, weil niemand - egal woher er stammt - abgewiesen wird. Weil sie es nicht übers Herz brachte, Menschen auf die Straße zu setzen, organisierte Ute Bock private Wohngemeinschaften, die sie selbst finanzierte und in ihrer Freizeit betreute. Für ihr soziales Engagement wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet. Im Jahr 2000 stiftete SOS Mitmensch sogar einen eigenen "Ute-Bock-Preis für Zivilcourage".

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