Margot Sekkel wurde am 28. September 1918 in Nürnberg geboren. Sie wuchs als wohlbehütete Tochter des Kommerzienrats Siegfried Astruck und seiner Frau Gertraud auf. Die wohlhabende und assimilierte Familie hielt Anteile an der 1878 gegründeten Nürnberger Schildpatt- und Hornwarenfabrik Gustav Astruck. ­Margot besuchte zunächst eine Privatschule, bis sie auf das Lyzeum in der Labenwolfstraße überwechselte. Nachdem das junge Mädchen von der Schule verwiesen worden war, ging Margot nach England. 1935 kehrte sie für etwa ein Jahr in ihre Geburtsstadt zurück und erteilte jüdischen Emigranten privaten Englischunterricht. An­schließend übersiedelte Margot in die Schweiz, wo sie bei Verwandten lebte und auf die Ankunft der Eltern wartete. In der Pogromnacht im November 1938 wurde ihr Vater nach Dachau verschleppt und dort fünf Wochen lang gequält. Nach seiner Entlassung musste die Familie ihre Ge­schäftsanteile weit unter Wert an einen NS-Parteigenossen verkaufen und erhielt im Gegenzug die Ausreiseerlaubnis in die Schweiz. Kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wanderten die Astrucks über England in die peruanische Hauptstadt Lima aus.
Für Margot war die Mitte der 1930er Jahre begonnene Wanderschaft jedoch noch nicht zu Ende. In Buenos Aires heiratete sie 1945 den aus Hamburg stammenden deutsch-jüdischen Emigranten Max Sekkel. Rund zwei Jahrzehnte lebte das Paar zunächst in Argentinien, später in den USA. 1973 kehrte Margot Sekkel nach Deutschland zurück und ließ sich in Oberbayern nieder. Vor einigen Jahren übersiedelte sie erneut in die USA.

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