Stereotypen …unter dem Aspekt, Visuelle Identität in Form von Selbstdarstellung in der inszenierten Fotografie.

Klischee, Vorurteil oder Fassade?
Unsere Umwelt soll uns angeblich formen und zu dem machen, was wir sind und wen wir darstellen.

Ist man tatsächlich derjenige der man mit seiner visuellen Identität vorgibt zu sein? Meiner Ansicht nach trifft jeder selbstständig, freiwillig und unabhängig von äußeren Einflüssen diese Entscheidung, ob nun bewusst oder nicht. Man hat jederzeit die Möglichkeit, aus seinem sozialen Umfeld oder seinen angeeigneten Mustern auszubrechen. Im Kern bleibt man immer ein und dieselbe Persönlichkeit mit derselben Identität. Egal wie man sich visuell darstellt und welche Wirkung man damit bei anderen erzielt.

Mit meiner Fotoserie von insgesamt 39 Selbstportraits wollte ich so authentisch wie möglich ein großes Spektrum von unterschiedlichen Gruppierungen aus Kultur, Sozialem, Religion und Sexualität wertungsfrei darstellen. Dafür habe ich angefangen, mir vor zwei Jahren meine Haare und Bart wachsen zu lassen. Die authentische Verwandlung fand in einem dreitägigen Shooting statt. Die genaue Planung und Umsetzung, vom einem Typ zum Anderem, stellte zudem eine große Herausforderung dar. Ein für mich sehr wichtiger Aspekt war, dass die digitale Bildretusche nur in nicht anders umsetzbaren Situationen zum Einsatz kam. Ich möchte durch die Wandlungsfähigkeit meiner Person mittels des Selbstportraits zeigen, dass man immer die gleiche Identität besitzt, auch wenn man sich äußerlich verändert.

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