4-Kanal Klanginstallation mit begleitender Videoprojektion (2012)

Jeder Ort hat seinen Klang. Auch die Orte deren Klang schon lange nicht mehr hörbar sind. Zum 150. Baujubiläums eines verlassenen nordhessischen Hofs erklingen in seinen Mauern noch einmal Fragmente seiner früheren Tage. Die Klänge wurden auf den letzten vergleichbaren Höfen in der Umgebung gesammelt.

Der Installationsort ist ein lichtloser Rundkeller. Vier Lautsprecher in den dunklen Ecken geben reihum kurze Samples von vier repräsentativ ausgewählten Teilorten (Wohnhaus, Holzschuppen, Schweinestall, Kuhstall) des Hofes wieder. Die Klänge landen in einem Loop, wandern langsam über die Lautsprecher und unterlaufen einem Zerfallsprozess. Nach einem Umlauf ist von ihnen nur noch akustischer Staub übrig. Mit jeder Umrundung füllt sich der Raum mit Klangsedimenten.

Begleitend zu den Klängen wird, gegenüber vom Eingang, eine Videocollage aus Kamera-Spaziergängen durch die vier Teilorte projeziert. Die Bilder sind überlagert, einzelne Fragmente nur dann greifbar, wenn man andere in der Wahrnehmung fallenlässt.

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