Das Internet, soziale Medien und die mobile Vernetzung bieten NGOs zahlreiche Möglichkeiten – und ungeahnte Gefahren. Seit den Enthüllungen von Edward Snowden ist klar, dass Geheimdienste auf jede Form der digitalen Kommunikation zugreifen können. Ungeachtet dessen bewegen wir uns im Netz oft immer noch recht sorglos. Doch die NSA-Affäre ist nicht bloß ein Nischen-Thema für Tech-Nerds und Digital Natives, gerade auch für Akteure der Zivilgesellschaft spielt das Thema zunehmend eine Rolle (z.B. Schutz von Informanten/innen, Daten und Unterstützer/innen). Müssen wir deshalb auf Google, Facebook und Co. verzichten und nur noch verschlüsselt kommunizieren? Wie weit geht die digitale Überwachung eigentlich? Wie kann die eigene Organisation bestmöglich geschützt werden? Was bedeutet das post-private Zeitalter für die Arbeit zivilgesellschaftlicher Akteure und welche Antworten darauf kann die Zivilgesellschaft entwickeln?

Diskutieren werden unter anderem die Netzaktivistin Anne Roth vom Tactical Technology Collective , der ehemalige Datenschutzbeauftragte Peter Schaarsowie Wenzel Michalski, Direktor des deutschen Büros von Human Rights Watch. Das Panel wird moderiert von Christoph Dowe, geschäftsführender Redakteur bei ZEIT ONLINE.

Anne Roth ist Politologin und beschäftigt sich seit etwa 10 Jahren mit digitaler Sicherheit. Seit zwei Jahren betreut sie für Tactical Tech das Projekt ‘Me and My Shadow’. Tactical Tech unterstützt Aktivist_innen, Menschenrechtsorganisationen und unbhängige Journalist_innen dabei, digitale Medien sinnvoll und sicher zu benutzen.

Peter Schaar war 2003-2013 Bundesbeauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit. Momentan ist er Vorsitzender der Europäischen Akademie für Informationsfreiheit und Datenschutz. Sein Werk “Das Ende der Privatsphäre” wurde von der Friedrich-Ebert-Stiftung zum politischen Buch des Jahres 2008 ausgezeichnet. Im selben Jahr erhielt er den„eco Internet AWARD 2008“ der deutschen Internetwirtschaft. 2013 wurde er mit dem deutschen Datenschutzpreis der Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit (GDD) ausgezeichnet.

Wenzel Michalski ist seit 2010 Direktor des deutschen Büros von Human Rights Watch. Davor war er über 20 Jahre als Journalist tätig, u.a. für den NDR, den MDR, Sat1, und N24. Für Sat1 und N24 war Michalski Studioleiter in London. Ende 2003 wurde er Chef vom Dienst bei den Sat.1 Nachrichten. Seit Oktober 2004 moderierte er “Zoom – Das Reportagemagazin” auf N24.

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