Tagesanzeiger.ch/Newsnet hat für Sie den potenziellen «iPhone-Killer» HTC Magic getestet.

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Es soll der definitive iPhone–Killer sein: das neue Google-Handy von HTC. Schneller surfen soll man damit dank dem Betriebssystem Android und innovativen Google-Funktionen und überall sich seine Lieblingsvideos auf einem grossen, kristallklaren Display anschauen können. Und natürlich, nicht zu vergessen: Im besten Fall überzeugt es selbst eingeschworene Apple-Jünger.

Die richtige Position ist gefragt

Gleich zu Beginn: Es ist wirklich kein schlechtes Smartphone, das HTC Magic. Doch fragt man sich beim Test ab und an, warum HTC bei manchen Punkten nicht noch ein Stückchen innovativer war als Apple.

So zum Beispiel das sogenannte «Super-Display»: Im Sonnenlicht lässt sich kaum mehr etwas auf diesem erkennen, und nach ein paar Touchscreen-Berührungen glänzt es auch nicht mehr so kristallklar, wie man es sich wünschen würde. Dies ist wirklich schade, denn die Bildqualität von heruntergeladenen Videos ist an und für sich sehr gut, wenn man denn im richtigen Winkel zur Sonne sitzt oder steht.
Ebenso schade ist der schnelle Schwund der sauberen Benutzeroberfläche, denn das neue Smartphone von Apple, das iPhone 3G S, ist dem Magic in diesem Punkt schon wieder ein bisschen voraus, das Display verschmiert bei weitem weniger schnell.

Ein Punkt, in welchem das Magic jedoch seinem Namen alle Ehre macht, ist der Browser. Mit diesem läuft der Web-Zugriff manchmal wirklich wie von Zauberhand. Es macht Spass, mit dem Handy zu surfen, und dieses lässt den Nutzer normalerweise auch nicht unnötig lange warten. Zu diesem Internetvergnügen tragen auch der Trackball und die grosszügig gestaltete virtuelle Tastatur bei, die beide ohne Probleme mit dem neuen Apple-Flaggschiff mithalten können.

Eine Kamera ohne Pepp

Wünschenswert wäre eine bessere Kamera gewesen. Zwar hat das Google-Handy 0,2 Megapixel mehr als das 3G S, doch die Bildqualität bleibt bei beiden gleich dürftig. Warum HTC es nicht gewagt hat, Apple in diesem Bereich auszustechen, bleibt unklar – zumal die Konkurrenz bei ihrem neusten Gerät auf verschiedene Aufrüstmethoden gesetzt hat.

Etwas fraglich sind die Google-Funktionen, insbesondere Google-Maps. Da konzipiert die grösste Internet-Suchmaschine der Welt eine Handysoftware mit virtueller Karte, die einen überall hinbringen soll, und diese lässt einen einfach stehen und selbst suchen. Diese Tatsache ist nicht nur bedauerlich, sondern einfach nur noch verwunderlich, da man ja genau in diesem Punkt den bisher unangetasteten Gegner ausstechen könnte. Die restlichen Google-Funktionen funktionieren jedoch einwandfrei.

Wie schon am Anfang erwähnt: Es ist kein schlechtes Handy, sondern lediglich eines, das noch nicht ganz ausgereift ist. So kann man sich für HTC wünschen, dass sie das nächste Mal nicht nur einen gegenwärtigen Konkurrenten des iPhones auf den Markt bringen, sondern auch einen für die Zukunft.

Technische Daten zum HTC Magic: Quadband Mobiltelefon mit 3,2-Megapixel-Kamera und MP3-Player. Interner Speicher 192 MB RAM, 512 MB ROM. Das 118,5 g Gramm schwere Handy kostet im Handel ohne Abo 630 Franken. Es ist auch mit Abos von Swisscom, Orange und Sunrise erhältlich (ab 55 Franken, zum Beispiel mit Swisscom).

(Erstellt: 07.07.2009, 14:33 Uhr)

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