Er war eine der berühmtesten Gesangsdarsteller seiner Zeit, wecher auf den bekanntesten Opernbühnen Europas auserordentliche Erfolge feiern durfte, der aus Polen stammende Startenor Jan Kiepura, in dem man damals bereits den "neuen Caruso" erblickte.

Auch seine Filmkarriere im aufkommenden deutschen Tonfilm ist beachtenswert, beispielsweise in "Die Singende Stadt", als er 1930 den Fremdenführer Giovanni Cavalloni auf der Leinwand verkörperte und das Kinopublikum zu wahren Begeisterungsstürmen hinriss.

Unvergessen bleibt sein Lied "Ob blond oder braun, ich liebe alle Frauen", welches dem gleichnamigen Ufa-Streifen aus dem Jahre 1935 entnommen ist, und das hier zu hören ist.

Zwar setzte ihn der nazideutsche Propagandaminister Joseph Goebbels 1938 auf die Liste der "besonders begünstigten ausländischen Kunstschaffenden", was eigentlich eine zeitlich unbefristete Aufenthaltserlaubnis für Deutschland bedeudet hätte. Aber dennoch zog es Jan Kiepura als Halbjude vor, unverzüglich in die USA auszuwandern, nachdem er zuvor seine nicht weniger erfolgreiche Gesangskollegin, die ungarische Sopranistin Martha Eggerth, im polnischen Krynica-Zdra geheiratet hatte, wodurch den beiden die spaetere Deportation in Richtung Osten erspart blieb, die viele andere Künstler jüdischen Glaubens erleiden mussten.

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