(english version below)
Herbordt/ Mohren
world in a box
Audiotheater für zwei Zuschauer, 2001
Auf einem öffentlichen Platz befindet sich ein gewöhnlicher Baucontainer. Von Zeit zu Zeit öffnen sich die schweren Türen, werden die dunklen Vorhänge beiseite gezogen und zwei Zuschauer verlassen blinzelnd das Innere.
world in a box ist Audiotheater für zwei Zuschauer. world in a box ist eine akustische Installation für einen Container, einen Tisch, zwei Stühle, zwei Kopfhörer und zwei Zuschauer/-hörer.
Zwei Menschen sitzen sich an einem Tisch gegenüber. Einer davon ist aus einem Anatomieatlas entstiegen. Der andere schaut an die Decke und sucht zwischen Scheinwerfern einen Taucher. Beide tragen Kopfhörer. Sie hören und beobachten sich gegenseitig beim Hören. Der Tisch steht auf einer Piazza in Rom, in einem Gerichtssaal in Vancouver, in einem Restaurant in Peking; die beiden Menschen daran bleiben dieselben Zuschauer.
Zwei Geschichten beginnen. Geschichten, die sich nach und nach mit dem Raum, Installationen im/ um/ und am Tisch, sowie dem Gegenüber ergänzen. Geschichten, von denen jeder nur den einen Teil hört.
"Liebes Publikum. Sie sind wieder hier, im Container, auf der Nes in Amsterdam. Wenn Sie uns nicht mehr hören können, das Licht langsam den Raum wieder erhellt, bitten wir Sie, den Kopfhörer auf dem Tisch abzulegen, aufzustehen und den Container wieder zu verlassen. Drehen Sie sich nicht nach dem Container um. Versuchen Sie nicht Vergangenes wieder herzuholen. Alles ist so wie es ist und wie es immer war. Aber vorher haben Sie noch 30 Sekunden Zeit. Lassen Sie ein letztes Mal Ihren Blick schweifen... Durch diesen ganz gewöhnlichen Baucontainer mitten auf dem durchschnittlichen Platz einer ganz gewöhnlichen Stadt. Und auf Ihr Gegenüber. Gehen Sie jetzt nach draußen, nichts hat sich verändert. Legen Sie den Kopfhörer jetzt auf den Tisch. Gut, daß Sie geblieben sind."
+++ Das besondere Erlebnis fernab der Bühne, HAMBURGER MORGENPOST +++ Travelling without moving, TAZ +++ Ein Kunststück,HAMBURGER ABENDBLATT +++ Via Kopfhörer in ferne Welten, DIE WELT +++ Eine Art Anstalt für theatrale Feldforschung, SZ +++ world in a box zeigt in seiner reduzierten Versuchsanordnung den großen Reichtum des Theaters, FAZ +++
world in a box wurden bisher präsentiert im Rahmen vom: Hessischen Rundfunk, Diskurs Festival 01, unidram 02, Hessischen Theatertage in Kassel 02, die Wüste lebt – Festival der Hamburger Kammerspiele 02, Plateaux – Festival am Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt 02, ITs Festvial Amsterdam 03, Schwankhalle Bremen 05.
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Herbordt/ Mohren
world in a box
theatre installation for two spectators
2001
On a public square stands a usual cargo-container. From time to time the front door opens, the black curtain hiding the inner life is pulled back, and two human beings re-enter the daylight. Their eyes look sometimes disconcerted, sometimes enchanted or sceptical and unbelieving at this place they´ve seen so many times before.
In the black covered interior of the container stands a long table. The audience (two spectators-performers each performance) are sitting in front of each other at this table. Each of them is listening via headphones to a different soundtrack, to a different story. One emerged from an anatomy atlas. The other is looking at the ceiling, searching a diver between projectors. They are listening and watching each other listening. They are discovering their wooden interface following instructions of the soundtrack. The table is placed on a piazza in Rome, in a courtroom in Vancouver, in a restaurant in Peking; but they remain the same people at the same place. In/ around/ under the table are different stages and installations hidden. The sound is coming right out of the table. It’s the beginning of a story, of which everybody just gets one part. Two human beings are sitting in a container on a public square, but this fact will totally fall into oblivion. Where are you if you are not where you are? world in a box is an interactive installation which deals easily with the confrontation of public and private space, imagination, theatre, reality and the perception of it, medial manipulation and decision, dispatching of information and the reading of it. The container functions as a database, ready for distribution; the interior as a hermetic virtual reality; the table as an interface.
++ theatre far away from stage, HAMBURGER MORGENPOST ++ Travelling without moving, TAZ ++ a masterpiece, HAMBURGER ABENDBLATT ++ via headphones in unknown worlds, DIE WELT ++ provocation through the private, GIESSENER ANZEIGER ++ all the riches of theatre in a reduced arrangement, FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG ++staging reality, a light feeling of Beckett, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG ++
conception/realisation/production: Bernhard Herbordt, Melanie Mohren
voices: Stéphane Bittoun, Sylvi Kretzschmar, Tomasz Stompor
technique: Christian Flierl
in cooperation with: Hessischer Rundfunk, Institut für Angewandte Theaterwissenschaft, Diskurs – Festival neuer Theaterformen 2001
distribution: 2001 premiered at Hessischer Rundfunk, Diskurs Festival Giessen. 2002 Hamburger Kammerspiele, unidram Festival Potsdam, Hessische Theatertage in Kassel, plateaux Festival at Künstlerhaus Mousonturm. 2003 ITs Festival Amsterdam. 2004 Hörzu Festival Bremen