ZUM VORTRAG: Das die Wirkung eines Pharmakon von der Dosis abhängig ist, war schon den alten Griechen sowie dem Arzt Paracelsus klar. Timothy Leary (1920-1996) erkannte, dass die psychedelische Erfahrung im wesentlichen von drei Faktoren abhängt: Dosis, Set und Setting. Die richtige Dosis umfasst mehr als nur eine Berechnung von Wirkstoff und Körpergewicht. Sie beinhaltet als Variablen die Qualität der Droge bzw. ihre Zubereitung, das Wirkspektrum der aktiven Substanz, die individuelle Reaktion darauf und kollektive Erfahrungswerte. Im ethnographischen Kontext wird viel Wert auf die richtige Dosis gelegt.
Der Vortrag beschäftigt sich damit anhand verschiedener Beispiele (Räucherwerk, Wein, Balche‘ und Ayahuasca).
Dr. Rätsch lebte jahrelang mit Indianern im mexikanischen Regenwald, erlernte die einheimischen Sprachen, erforschte die Ethnobotanik und studierte den Schamanismus. Er ist auf den indigenen Gebrauch von medizinischen und psychoaktiven Pflanzen spezialisiert. Neben zahlreichen anderen Buchpublikationen hat er die "Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen" (1998) und zusammen mit Claudia Müller-Ebeling das "Lexikon der Liebesmittel" (2003) geschrieben. Er ist 1. Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Ethnomedizin e.V. AGEM, ethnologischer Beirat des Europäischen Collegiums für Bewußtseinsstudien ECBS und Asesor (wiss. Berater) des "Projecto Jardin Botanico" (ethnobotanischer Garten) der im peruanischen Amazonasgebiet lebenden Shipibo-Indianer. Weiteres auf seiner Homepage: christian-raetsch.de/

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