Ein dreitägiges Fantasy-LARP auf dem Simplonpass, Wallis, in der Schweiz.
An einem Wochenende im März 2009 begleiten die Filmemacher eine Gruppe junger Leute, die in einem alten, tief verschneiten Hospiz nahe der Simplonpasshöhe ein dreitägiges Fantasy-LARP veranstalten. LARP bedeutet „Live Action Role Playing“ – ein Rollenspiel also, bei dem die Teilnehmenden in einen Charakter schlüpfen und diesen live als Figur spielen. Auch für Action ist gesorgt: Im Spiel, das in den Grundzügen einer vorgegebenen Rahmenerzählung folgt, im Einzelnen aber aus den freien Improvisationen der Spielenden entsteht, nehmen die Kampfszenen eine wichtige Rolle ein. Mit Gummischwertern, Schilden und schweren Rüstungen geht man aufeinander los.
Im gefilmten LARP auf dem Simplonpass sind es die gefürchteten Widergänger, Untote also, welche die Fantasy-Spieler immer wieder attackieren und die nur mit einem Feuerzauber – markiert durch ein rotes Band – besiegt werden können. Der Film gibt Einblicke in ein Tun, das Uneingeweihten vielleicht sonderbar erscheint und fragt nach dem Selbstverständnis der Larper. „Man ist nicht so beschränkt auf die Realität“ lautet eine der Antworten und man möchte anfügen: Es gibt gar keine Realität ausser die, welche immer wieder neu erfunden wird.
Infos zu LARP auch unter:
de.wikipedia.org/wiki/Live_Action_Role_Playing
Idee & Konzept: Franco Bezzola
Kamera: Domenico Sposato, Michael Waser
Schnitt: Michael Waser, Franco Bezzola
Interviews: Franco Bezzola
Videodokumentation, DV PAL (SP), 16:9 (Letterbox), 23 Min.
Sprache: Schweizerdeutsch
Seminararbeit von Franco Bezzola im Fach Volkskunde/Europäische Ethnologie
(Seminar für Kulturwissenschaft) an der Universität Basel.
Kontakt: info@gnorskiwaser.com