1. ℗ Filmproduktion Siegersbusch, Wuppertal 2011

    Lulu Juliane Pempelfort
    Dr. Schön Michael Schmitter
    Alwa Schön Gregor Henze
    Schigolch / Dr. Goll Georg Marin
    Eduard Schwarz Thomas Braus
    Gräfin Geschwitz / Prinz Escerny Julia Wolff
    Casti-Piani / Anne-Catherine Studer
    Tierbändiger / Rodrigo / Jack Marco Wohlwend

    INSZENIERUNG Sybille Fabian //// BÜHNE Herbert Neubecker //// KOSTÜME Michael Sieberock-Serafimowitsch //// DRAMATURGIE Oliver Held ////

    Schön nimmt die zwölfjährige Lulu, die mit ihrem angeblichen Vater Schigolch auf der Straße lebt, bei sich auf. Er macht sie zu seiner Geliebten und verheiratet sie dann mit Goll. Der erwischt sie beim Ehebruch mit dem Maler Schwarz und bricht tot zusammen. Schwarz heiratet Lulu, die ihn aber weiterhin mit Schön betrügt. Schwarz bringt sich um. Obwohl Schön Lulu endlich heiratet, betrügt sie ihn nach Strich und Faden, unter anderem mit der lesbischen Gräfin Geschwitz und Schöns Sohn Alwa. Als Schön versucht, Lulu zum Selbstmord zu zwingen, erschießt sie ihn, geht nach Paris, heiratet Alwa und führt ein Luxusbordell. Als sie erpresst wird, flüchtet Lulu nach London, wo sie mittellos mit der Geschwitz, Alwa und Schigolch in einer Dachkammer haust. Lulu schafft an und Alwa und Schigolch rauben aus. Bis Alwa in einem Eifersuchtsanfall Negerprinz Kungu Poti angreift, der ihn daraufhin erschlägt. Die Geschwitz und Lulu werden schließlich von einem weiteren Kunden erstochen: Jack the Ripper. Schigolch ist der einzige, der überlebt.
    Lulu war Wedekinds wütende dramatische Empörung gegen die bürgerliche Scheinmoral seiner Zeit, beschrieb er doch mit seiner Titelheldin das Fleisch gewordene Prinzip weiblicher Sexualität schlechthin, eine vermeintlich unersättliche Männer-Verschlingerin, animalisch und unschuldig zugleich. Tatsächlich ist Lulu es jedoch, die von den Männern benutzt wird – die Gefallenen längs ihres Weges sind beileibe keine schuldlosen Opfer, sondern Täter, die sich Lulus als obszönes Objekt ihrer Begierden bedient haben. Doch Lulu verschafft sich ihr Recht – sie setzt sich und ihren Körper als Waffe ein, ihr einziges Mittel zur Selbstverteidigung, und wird so zur unerbittlichen Rächerin ihrer selbst.

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  2. ℗ Filmproduktion Siegersbusch, Wuppertal 2011

    Idomeneo Robert Chafin
    Idamante Joslyn Rechter
    Elektra Elena Fink
    Ilia Dorothea Brandt
    Arbace Christian Sturm
    Der Oberpriester des Poseidon Boris Leisenheimer
    Stimme des Orakels Thomas Laske
    Chor Chor der Wuppertaler Bühnen
    Sinfonieorchester Wuppertal

    MUSIKALISCHE LEITUNG Hilary Griffiths ////
    INSZENIERUNG Constanze Kreusch ////
    BÜHNENBILD Jürgen Lier ////
    KOSTÜME Petra Wilke ////
    CHOREINSTUDIERUNG Jens Bingert ////
    DRAMATURGIE Johannes Blum ////

    Die erschreckende Konsequenz der Entstehung des Trojanischen Kriegs ist bis heute – in verschiedensten Versionen dieser Geschichte – plausibel und aktuell geblieben. Doch dass es auch nach dem Ende des Krieges genauso weiterging, dass die Opfer des Krieges immer weiter die alten Wahrheiten, die alten Parteiungen, die neuen Verletzungen weitertragen, ist das eigentlich Untröstliche bis heute: die Latenz der Gewalt innerhalb notdürftig eingedämmter Konflikten produziert endlose menschliche Tragödien. Eine Nachkriegsgeschichte erzählt auch Idomeneo.
    Idomeneo, König von Kreta, wird nach langen Jahren aus dem Trojanischen Krieg zurückerwartet. Elektra lebt an seinem Hof, hat sich gerettet nach dem Mord an ihrer Mutter durch ihren Bruder Orest und liebt den Königssohn Idamante, der sich an seinen Vater kaum noch erinnern kann. Ilia, die Tochter des Trojanerkönigs Priamos lebt ebenfalls am Hof, doch (sie ist Angehörige der Verlierer) als Sklavin. Kurz vor Idomeneos Ankunft an Land hat Neptun, der Gott auf Seiten der Trojaner gegen die Griechen (und gegen Minerva), ein Meeresungeheuer geschickt. Neptun verhandelt mit Idomeneo: er lässt ihn ziehen, wenn Idomeneo das erste Wesen, das er an Land sieht, ihm opfert. Es ist sein Sohn Idamante. Die Konflikte setzen sich mit beängstigender Konsequenz fort ...
    Diese opera seria litt lange Zeit unter dem falschen Urteil, unzugänglich und sperrig zu sein. Doch Mozart hat hier eine seiner besten Opern geschrieben: Alfred Einstein sprach von einem »musikalischen Rausch: eine wahre Explosion musika-lischer Erfindungskraft«.

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  3. ℗ Filmproduktion Siegersbusch

    Es gibt viele erfolgreiche Komponisten/Librettisten-Gespanne – eines der künstlerisch ertragreichsten ist das aus Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal. Die gemeinsame Arbeit dauerte 20 Jahre, begann mit Elektra im Jahre 1906, es folgten der Rosenkavalier, Ariadne auf Naxos, Die Frau ohne Schatten, Die Ägyptische Helena. In seinem letzten Libretto, kurz vor seinem Tod, hat Hofmannsthal ganz »die Tiefe an der Oberfläche versteckt« – eine nur scheinbar paradoxe Aussage. Die Geschichte des hochverschuldeten Spielers Graf Waldner, der sich mit seiner Familie vor der Welt in ein Hotel zurückgezogen hat, seine beiden Töchter wenigstens gut verheiraten möchte, die eine, Zdenka, zwingt, als junger Mann herumzulaufen, damit die andere, Arabella, umso illustrer glänze, umfängt eine lyrische, zerbrechliche, an vergangenes Glück erinnernde Melancholie und die Tragik falscher Entwürfe. Der explosive Gestus der Elektra ist aber nur scheinbar entschärft – die Sujets der späteren Opern sind andere, die Artistik der Kompositionen ist sublimer, die Konflikte sind sublimierter, ›oberflächlicher‹, maskierter. Die erzählte Welt der Arabella ist das Wien um 1860, entstanden aber ist die Oper Anfang der 30er Jahre; sie wurde 1933 uraufgeführt.
    Die Rettung der Familie ist die gute Partie für die von Freiern umlagerte Arabella, doch es muss der ideale, wie aus dem Märchen entstiegene Mann sein: Mandryka. Die verzweifelt liebende Zdenka möchte nicht mehr Zdenko sein und stiftet amouröse Verwirrung, die die Liebe zwischen Arabella und Mandryka aufs Spiel setzt. Doch »die Liebenden beleben das Chaos« – letztendlich.

    Arabella Banu Böke
    Mandryka Kay Stiefermann
    Zdenka Dorothea Brandt
    Graf Waldner Michael Tews
    Gräfin Adelaide Joslyn Rechter
    Matteo Oliver Ringelhahn
    Elemer Boris Leisenheimer
    Dominik Miljan Milović
    Lamoral Thomas Schobert
    Fiaker-Milli Elena Fink
    Kartenaufschlägerin Marina Edelhagen
    Welko Philipp Werner
    Zimmerkellner Marco Agostini
    Spieler Andreas Heichlinger
    Spieler Hak-Young Lee
    Spieler Javier Horacio Zapata Vera

    Chor Chor der Wuppertaler Bühnen
    Orchester Sinfonieorchester Wuppertal

    MUSIKALISCHE LEITUNG Hilary Griffiths //// INSZENIERUNG Georg Köhl //// BÜHNENBILD Peter Werner //// KOSTÜME Claus Stump //// CHOREINSTUDIERUNG Jens Bingert //// DRAMATURGIE Ulrike Olbrich ////

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  4. ℗ Filmproduktion Siegersbusch
    Wuppertal, 2011

    Versetzen wir uns in Wuppertals mythische Zeit, lange bevor defekte Schwebebahnen, zusammengebrochene Industrien und Finanzkrise die Menschen verunsicherten. Jetzt ist es ein Drache, eine ungleich größere Gefahr! Nur ein Mann kann ihm Einhalt gebieten, und als die Bürger ihn um Hilfe bitten, fordert er von den Bürgern als Gegengabe die zarteste Maid im Tal. Doch dummerweise hat er einer anderen die Ehe versprochen, das muss er erst mal regeln – also übt sich der Drache in Geduld. Doch als sich schließlich unser Held dem Kampf stellt, geht es ganz schnell. Er tritt dem Drachen mal eben kurz in den Hintern.
    Der Stoff zu dieser Oper stammt aus einer anonymen englischen Quelle und erzählt unter dem Titel The Dragon of Wantley eine in Sprache und Humor höchst amüsante, aber inhaltlich völlig banale und belanglose Märchengeschichte. Der Komponist John Frederick Lampe machte daraus eine Oper in italienischem Stil, wie sie sein ungleich erfolgreicherer Komponistenkollege George Frederick Handel (der andere Deutsche in Englands Musikgeschäft) reihenweise produzierte. Die beiden kannten sich, Lampe war Fagottist im King’s Theatre, wo einige von Händels Opern aufgeführt wurden. The Dragon of Wantley war der einzig nennenswerte, dafür aber grandiose Erfolg Lampes, vom Publikum ähnlich akklamiert wie John Gays Beggar’s Opera. Was den Erfolg ausmachte, war wohl der treffsichere musikalische Humor, den Lampe auf die Bühne brachte, indem er die formelle Steifheit der heroischen Gestalten in Händels Opern, die in minutenlangen Arien ihre Schicksalsschläge gesanglich dem Zuschauer aufdrängten, böse und treffsicher auf die Schippe nahm.

    Margareta Annika Boos
    Malgorzata Miriam Scholz
    Milek Masalski Christian Sturm
    Grzegorz Grabowski Miljan Milović
    Der Drache (Smok Wawelski) Thomas Schobert
    Sinfonieorchester Wuppertal
    Hip Hop-Tänzer Pascal Nkongo, Tymon Zacharei, Miguel Mavatiko, Albi Gika
    MUSIKALISCHE LEITUNG Boris Brinkmann //// INSZENIERUNG Iwona Jera //// BÜHNE UND KOSTÜME Dorien Thomsen //// DRAMATURGIE Johannes Blum ////

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  5. ℗ Filmproduktion Siegersbusch
    Wuppertal, 2011

    Die Trilogie Das goldene Vlies, die Grillparzer von 1818 bis 1820 niederschrieb, besteht aus den drei Trauerspielen Der Gastfreund, Die Argonauten und Medea. Es ist eine archaische Welt, die der Autor in den ersten beiden Dramen entwirft, spielt sie doch im wilden Kolchos: unbekannte Götter, goldene Widderfelle, Zauberinnen, Blutopfer, Riesenschlangen, Flüche … Ihr setzt Grillparzer in der Medea mit dem Schauplatz Korinth die vermeintliche Ordnung des zivilisierten Griechenland entgegen, in der die Mechanismen von Unterdrückung und Feindschaft vielleicht weniger gewaltsam ausgeübt werden als durch Aietes im fernen Kolchos, auf eine versteckte, »zivilisierte« Art jedoch genauso greifen. Dieser Kontrast von Kultur und Natur, Griechentum und Barbarentum, diese Kollision zweier völlig unterschiedlicher Lebenswelten, verkörpert in Jason und Medea, steht im Zentrum von Grillparzers Trilogie, ist die »große Tragödie des Lebens«, wie Grillparzer selbst es nannte.
    Wie sieht der heutige ›clash of the civilizations‹ aus, der Aufeinanderprall der Kulturen? Medeas Geschichte ist eben nicht nur die einer rächenden Kindsmörderin, sondern auch der Fall einer komplett gescheiterten Integration, eines großen Missverständnisses zwischen zwei Menschen, deren konträrer Herkunft auch für die ganz große Liebe noch zu verschieden ist. Hat unsere Zivilisation seitdem dazugelernt? Wie sieht das Zusammenleben zwischen Partnern aus unterschiedlichen Kulturkreisen aus? Köfte oder Curry-Wurst? Autor Kai Schubert, der sich in seinem Stück Eleni schon mit dem Thema der frühen griechischen Migranten in Wuppertal beschäftigte, begibt sich wieder auf multikulturelle Spurensuche und vergleicht Medeas Einwanderer-Schicksal mit dem früherer und heutiger türkischer Generationen.

    ELELE TIYATROSU
    Die türkische Theatertruppe ELELE TIYATROSU (Theater Hand in Hand) ist in Wuppertal beheimatet. Sein Gründer Enver Özkandemir, der bereits in seiner Jugend Theater spielte, kam 1972 als Gastarbeiter nach Deutschland. 1990 scharte er dann eine Gruppe theaterbegeisterter Studenten um sich und begann zu inszenieren. Inzwischen ist die Gruppe auf über 30 Theaterbegeisterte gewachsen; die Mitglieder sind zwischen 12 und 73 Jahre alt. Rund ein Dutzend Aufführungen, Komödien wie auch Dramen hat ELELE TIYATROSU inzwischen herausgebracht; ihre Besucher kommen zu den Vorstellungen aus ganz Nordrhein-Westfalen. Im Mai letzten Jahres hatte ihre letzte Produktion, die Komödie CEZA KANUNU (Strafgesetzbuch), Premiere im Opernhaus.

    Phryxus, Griechen Holger Kraft, Martin Molitor, Iuliane Pempelfurt, Marco Wohlwend
    Erzähler Marco Wohlwend
    Gora, Aietes, Absyrtus, Kolcher Gökhan Duruduygu, Ahmet Edemen, Seval Güngör, Veysel Karadon, Nilüfer KaradonÖzkandemir, GüI Koral, Esra Özcan, Gülcin Tuncer, AIi Ünal
    Medea Maresa Lühle
    Iason Holger Kraft
    Kreon Martin Molitor
    Kreusa Juliane Pempelfort
    Herold Marco Wohlwend

    INSZENIERUNG Jenke Nordalm //// BÜHNE UND KOSTÜME Birgit Stoessel //// CHORLEITUNG Peter Wallgram //// DRAMATURGIE Oliver Held ////

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