* kleines theater * Landshut

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Das kleine theater ist kein Name, sondern ein Konzept: leidenschaftlich, politisch, poetisch. Entstanden aus dem Staunen und der Kraft, sich immer wieder neu zu erfinden.
(Sven Grunert, 2000)

Hinter dem Namen "kleines theater", der sich an Giorgio Strehlers "Piccolo Teatro" anlehnt, dem großen Theatermacher im kleinen Haus in Mailand die Referenz erweist, verbirgt sich ein Konzept, eine ästhetische Vorstellung, was Theater bewirken kann. Ein intimer Ort der Kommunikation. Theater, das anrührt, emotionalisiert, sich in den Bauch frisst und etwas im Kopf anstellt. Ein Haus zum Träumen, ein Ort der Poesie, an dem man die Wirklichkeit spielerisch erleben kann. Theater nicht als Abbild der Realität, sondern als Gegenentwurf zur realen Wirklichkeit. Wirklichkeit: kaputte, scheußliche, biedere kleine Leben. Menschen, die suchen. Menschen, die gescheitert sind. Menschen, die klar kommen, die lieben, sich geborgen fühlen. Kleines Glück, große Träume. Daraus entsteht Theater. Theater, das etwas über die Wirklichkeit erzählt. Stück für Stück.
(Donaukurier, Ingolstadt)

Prinzip Hoffnung: Überall in Deutschland kulturpolitische Sparmaßnahmen. Theater werden geschlossen- in Landshut etabliert man ein neues: Der Rottenkolberstadel ist ein zunächst unscheinbares, mittelalterliches Häuschen: gedrungen, gebeugt; ein roher bayerischer Knecht, eine erdige Vorratskammer. Durch die kleinen Sprossenfenster lässt sich kaum erahnen, wie viel Kreativität, Kraft, Fantasie dort täglich freigesetzt werden. Aber ziegelrot sind seine Außenwände, tiefe Schwärze zieht einen ins Innere, wo abends im Foyer allmählich Kerzen zu leuchten beginnen und die Augen der Besucher staunen dürfen...
(Die Deutsche Bühne)


GESCHICHTE

Von einem eigens gegründeten Trägerverein zum Intendanten bestellt, begann Sven Grunert zusammen mit einem engagierten Team 1992, mit Erfolg die Fundamente des heutigen kleinen theaters - KAMMERSPIELE LANDSHUT zu legen. Als Spielstätte diente noch ein Raum in einem Hinterhaus in der Neustadt 455. Als Eröffnungspremiere wurde "Liebe Jelena Sergejewna" von Ljudmila Rasumowskaja (Regie: Sven Grunert) gespielt.


In Zeiten, wo andernorts Kultureinrichtungen geschlossen wurden, beschloss 1996 der Kultur- und Bausenat der Stadt Landshut, überzeugt durch den großen Erfolg der Inszenierungen bei Publikum und Kritik, den denkmalgeschützten Rottenkolber-stadel mit Städtebaufördermitteln in ein Theater umbauen zu lassen. Die heraus-ragende Konzeption des Architektenduos Hild / Kaltwasser wurde bereits 1998 mit dem DEUTSCHEN STÄDTEBAUPREIS ausgezeichnet. Am 26. September 1998 konnte Intendant Sven Grunert das neue Haus in der Bauhofstraße 1 mit "Hautnah" von Patrick Marber eröffnen.

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