Open Space Club

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Open Space Club ist eine kollektive Kritik an unserem Handeln als Gestalter im Kontext der Gesellschaft.

Was ist Gestaltung und weshalb gestalten wir?

Der Facettenreichtum des Bereichs Gestaltung ist nahezu ungreifbar und reicht von reinen profitsteigernden Attributen bis hin zur progressiven Bearbeitung sozialer Themen. Es ist schwer Gestaltung eindeutig zu definieren und zu einem konkreten, greifbaren Ding zu vereinfachen. Ebenso schwer ist es zu benennen wieso man als Gestalter gestaltet, wie Gestaltung aussehen muss und was ihre Funktion ist. Vor allem in der Gesellschaft wird das Konstrukt «Gestaltung» häufig verkürzt interpretiert oder gar missverstanden, wie etwa die Reduktion auf eine Form der Kunst oder als Produkt des Luxus.

Wir jedoch sehen in ihr ein wichtiges, kulturprägendes und auch kulturschaffendes Mittel innerhalb der Gesellschaft. Nicht Kunst ist der Spiegel der Zeit, sondern Gestaltung. In Ihrer Erscheinung, Funktion und Präsenz repräsentiert sie die Mentalität der Gesellschaft.

Ähnlich der Auffassung der sehr bedeutenden Gestaltungsströmungen, wie die der HfG Ulm und auch des Bauhaus, die eine sehr stark ausgeprägte gesellschaftsorientierte Haltung hatten, sehen wir in der Gestaltung ein mächtiges Werkzeug um unsere Umwelt aktiv zu beeinflussen. Sie berührt jeden Teil der Gesellschaft und ist Anstoß zum Denken und Handeln der Menschen.Was bedeutet das für uns als Gestalter und für die Art wie wir gestalten?

Die damalige Zeit der Gestaltungsreformen war geprägt durch politische und wirtschaftliche Umbrüche. Für die Gestaltung bedeutete dies, dass es ein implizierten politischen und sozialen Anspruch geben musste um aktiv an der Umgestaltung der Gesellschaft mitzuwirken. Die äußeren Faktoren haben sich gewandelt. Ist Gestaltung durch die fehlende Relevanz einer Auseinandersetzung nur noch ein funktionierender, profitorientierter Bestandteil der Marktwirtschaft und nicht mehr ein gesellschaftsformendes Mittel?

Die Umstände haben sich geändert, doch das Potential der Gestaltung ist immer noch das selbe.

Seit jeher befasst sich die Gestaltungsbranche mit der Thematik, was Gestaltung bedeutet und wie sie sich innerhalb der Gesellschaft verortet. Diese Erkenntnisse werden an die kommende Generation, also uns Studenten, weiter gegeben. Doch eine selbstbestimmte Auseinandersetzung damit und das Schaffen eigenen Outputs ist nur spärlich zu verzeichnen.

Wir sind der Ansicht, dass eine eigene Auseinandersetzung mit dem, was wir oftmals als Passion sehen – das Gestalten – von äußerster Wichtigkeit ist.

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