Das Ihme-Zentrum in Hannover gilt als gescheitertes Quartier: Die Stadt in der Stadt hat seit vielen Jahren große Probleme, von außen sieht das Viertel zum Teil aus wie eine Brache. In der Bevölkerung hat es einen ganz schlechten Ruf, viele fordern den Abriss dieser "Betonburg". Doch das Image hat nichts mit der Realität drinnen zu tun: Nicht nur Fans des Brutalismus-Stils sehen in dem Ihme-Zentrum eine Chance, auch die Bewohner lieben es, Kreative möchten dort gerne leben und arbeiten, doch wie kann ein Wandel gelingen?
Darüber drehen wir (Constantin Alexander und Hendrik Millauer) eine Dokumentation im Stil des konstruktiven Journalismus. Der Film ist als Dreiakter angelegt: Der erste Teil "Traum" zeigt den historischen und kulturellen Kontext, in dem das Ihme-Zentrum erdacht und erbaut wurde. Das Quartier steht dabei in einer langen architektonischen Tradition, die bis zu Le Corbusiers Wohnmaschinen reicht und damals für viele eine Utopie war. Im zweiten Akt "Ruine" geht es um die ausführliche Antwort, warum Teile des Ihme-Zentrums verfallen und verwahrlost sind. Die kurze Antwort dazu lautet: Spekulation. Das Scheitern des Gewerbebereichs des Ihme-Zentrums ist ein Wirtschaftskrimi und leider kein Einzelfall in der Immobilienbranche. Dass diese Situation nicht so bleiben muss, möchten wir im dritten Teil "Zukunft" zeigen: Hier äußern sich Bewohner, warum sie trotz allem nicht daran denken, auszuziehen. Gleichzeitig erklären Wissenschaftler, Experten und Künstler, warum für sie das Ihme-Zentrum ein Ort der Möglichkeiten ist. Ideen für eine nachhaltige Transformation gibt es genug.
Damit der Film gelingt, brauchen wir eure Unterstützung. Unter startnext.com/ihmezentrum findet ihr unsere Crowdfunding-Kampagne und alle weiteren Infos.
Die Dokumentation ist Teil eines wissenschaftlichen Experiments, alle Infos dazu findet ihr unter ihmezentrum.org.
Musik: Constantin Alexander