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Im Rahmen einer Initiative zur Förderung der Biodiversitätsforschung in Deutschland wurden 2006-09 drei beispielhafte großskalige Langzeituntersuchungsgebiete etabliert (Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft). Sie werden als Biodiversitäts-Exploratorien bezeichnet, im Gegensatz zu hauptsächlich beschreibenden Observatorien.

Änderungen in der Landnutzung und deren Intensität wirken sich grundlegend auf die Biodiversität aus. Gegenwärtig verzeichnet die Biodiversität eine generelle Abnahme aufgrund anhaltender groß- und kleinskaliger Veränderungen in der Landnutzung. Und obwohl die Beziehungen zwischen Landnutzung und Biodiversität für einige Organismengruppen (einschließlich der Effekte genetischer Diversität) bereits gut untersucht wurden, sind sie es für andere noch nicht. Weiterhin ist unbekannt, wie die Diversitäten einzelner Gruppen untereinander in Bezug stehen und ob sie und ihre jeweiligen genetischen Diversitäten ähnlich auf Landnutzungsänderungen reagieren. Aktuelle Modellstudien mit manipulierter Pflanzenartenvielfalt zeigen negative Effekte des Biodiversitätsverlusts auf Ökosystemfunktion und -dienstleistungen. Diese Beobachtungen scheinen sich bei Experimenten mit Mikroorganismen-, Pilz-, Tier- und genetischer Diversität bezüglich funktioneller Konsequenzen von Biodiversitätsänderungen zu bestätigen. Für natürliche Systeme ist die funktionelle Bedeutung der Biodiversität immer noch unklar, da verschiedene Managementstrategien die Effekte überlagern. Ziel dieser Studie in realen Landschaften ist es, mit Hilfe der Kombination von Monitoring-Ansätzen und Messungen der funktionellen Diversität in Experimenten die Rückkopplungsschleifen zwischen Landschaftsveränderung, genetischer Diversität, Artendiversität, der Vielfalt an biologischen Interaktionen und den Ökosystemdienstleistungen zu untersuchen.

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