Ein ganzer Kontinent vergisst seine eigene Sprache. Erst aus Zwang, dann aus Gewohnheit, vermag die eigene Zunge die Laute der Heimat nicht mehr zu bilden. So tiefschürfend waren die Eingriffe der Spanier und Portugiesen in Südamerika, dass ganze Völker verlernt haben, die Sprache ihrer Ahnen zu verstehen. Und doch verbindet sie noch vieles mit dem Weltverständnis ihrer Vorfahren. Die Mapuche, ein Volk, zuhause zwischen Chile und Bolivien spricht und lebt Mapudungun. Heutzutage, weiß nur eine Minderheit der Chilenen und Bolivianer diese Sprache zu decodieren, die Verbundenheit mit Madre Tierra allerdings hat überlebt. Die Videoarbeit „Ein Augenmerk“ will den Klang des Mapudungun, als eine der vielen „ungesprochenen“ Sprachen dieses Planeten anklingen lassen, das Verständnis der Mapuche für Natur, Kraft und Universum bildlich aufzeigen und zum Gespräch zwischen Welten anregen.

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