Ironie ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Kommunikation. Sie signalisiert lustvolle Intellektualität und spielerische Souveränität, begleitet uns aber auch, wenn wir an Grenzen stoßen. Ironie umfasst Übertreibung und Untertreibung, Bedeutungsauflösung und Bedeutungsaufladung, sie untergräbt und schafft gleichermaßen Distanz. Sie begleitet uns im Umgang mit großen oder kleinen Themen – und fordert dabei stets die Komplizenschaft eines Gegenübers.
Die Gruppenausstellung "iRonic" analysiert die unterschiedlichen Facetten von Ironie als zentralem Ausdrucksmittel der zeitgenössischen Kunst. Die Künstlerinnen und Künstler greifen dabei relevante gesellschaftliche Themen auf und setzen sich mit politischen Slogans, Geschlechterrollen, Forschungsmethoden der Wissenschaft sowie unserem Umgang mit Natur auseinander.
Fragestellungen, die die Kunst selbst betreffen, stehen außerdem im Mittelpunkt: etwa wenn es um die Erwartungen des Künstlers an sich selbst geht oder um die Erwartungen des Kunstbetrachters an den Künstler beziehungsweise die Kunst, wenn die Rolle des Künstlers in der Gesellschaft definiert werden soll oder wenn Inhalte oder formale Mittel der Kunst hinterfragt werden.
Die künstlerischen Antworten sind immer hintergründig. Und sie treffen mit sch(m)erzender Präzision den Nerv unserer Zeit.

Film und Schnitt: Rosalin Hertrich

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