A feature documentary by NOËL DERNESCH & MORITZ SPRINGER
With GENTLEMAN & ALBOROSIE a.o.

Director: NOËL DERNESCH
Co-Director: MORITZ SPRINGER
Writer: MORITZ SPRINGER
Co-Writer: NOËL DERNESCH
DOP: MARCUS WINTERBAUER / SIMON GUY FÄSSLER / FELIX LEIBERG
Editor: MICHELLE BARBIN / ANDREAS MENN
Production Company: PORT-AU-PRINCE FILM & KULTUR PRODUKTION (Germany)
Co-Production: PiXiU Films (Switzerland)
Post Production: SLGH BERLIN
Distributor Germany: ZORRO FILM
Distributor Switzerland: LOOK NOW

„We must live with love“ – Reggae und Crossing Borders
JOURNEY TO JAH: Gentleman, Alborosie und Terry Lynn auf der Suche nach einer (musikalischen/spirituellen) Heimat

Was wird aus Utopien, wenn sie gelebt werden? Und worin besteht die Kraft von Ideen, über Grenzen hinaus, Menschen zu verbinden? Die ambitionierte Kino-Dokumentation JOURNEY TO JAH von Noël Dernesch und Moritz Springer will das globale Phänomen des „Crossing Borders“ einfangen und die Erfahrungen bei der Integration in eine fremde Kultur dokumentieren. Über ein Jahr begleitet der Film die beiden international gefeierten europäischen Musiker Gentleman und Alborosie, die in der karibischen Kultur Jamaikas eine neue spirituelle Heimat gefunden haben, und zeigt die jamaikanische Sängerin Terry Lynn, die sich musikalisch in entgegengesetzter Richtung an europäischen Stilen orientiert. Die Musik der Protagonisten ist dabei Soundtrack und Identität, Lebensgefühl und Religion und für die Filmemacher Mittel, bis in die Ghettos Jamaikas vorzudringen.

Auf der Suche nach Authentizität jenseits der westlichen Konsumgesellschaften haben sich die beiden Reggaemusiker Gentleman und Alborosie, ein Deutscher und ein Sizilianer, für das Leben in einem Land entschieden, in dem die Musik Politik und der Schlüssel zu Veränderungen ist, aber ebenso Diskriminierungen und Feindbilder transportiert. JOURNEY TO JAH ist keine Hymne auf Rasta und Reggae, sondern verbindet die Leidenschaft für diese Kultur und ihre Musik mit einer Doku über Korruption, Gewalt, Überlebenskampf, Sexismus und den Zusammenprall verschiedener Kulturen. So spricht beispielsweise die jamaikanische Musikerin Terry Lynn in ihren Songs schonungslos die Missstände in den Ghettos an. Selbstbewusst übt sie in ihren Liedern genauso Sozialkritik wie sie Sex thematisiert und ist damit Vorbild für eine junge Generation von jamaikanischen Frauen.
Neben Alborosie, Gentleman und Terry Lynn, sprechen die Filmemacher auch mit der jamaikanischen Literatur Professorin Carolyn Cooper - eine Koryphäe auf dem Gebiet der Rasta- Kultur und des Reggaes, mit Natty, dem besten Freund Gentlemans auf der Insel und überzeugten Rastafari, sowie mit Luciano, einem jamaikanischen Roots-Reggaesänger.

Einen Teil der Finanzierung in Höhe von 60.000 $ (bislang der höchste Betrag für einen deutschen Dokumentarfilm) trommelten die Filmemacher erfolgreich mittels „Crowdfunding“ zusammen – ein Weg, um unabhängige Filme zu produzieren. So werden die Internetuser, die über eine Plattform für die Dokumentation spendeten, abhängig vom Betrag mit einer DVD, dem Soundtrack, einem Konzertbesuch oder einer Einladung zur Premiere belohnt, und ermöglichten auf diese Weise den Beginn der Dreharbeiten auf Jamaica. Unterstützer fand das unabhängige Projekt außerdem im Medienboard Berlin-Brandenburg, Deutschen Filmförderfonds, und über den Schweizer Koproduzenten PixiuFilms, beim Schweizer Bundesamt für Kultur und in der Zürcher Filmstiftung.

Regie führen Noël Dernesch und Moritz Springer, die sich auch gemeinsam für das Drehbuch verantwortlich zeigen. Die Kamera übernimmt Markus Winterbauer (u.a. „Rhythm is it“). Für den Schnitt konnten Andrew Bird (u.a. „Auf der anderen Seite“, „Crossing the Bridge“) und Andreas Menn (u.a. „The Green Wave“, „Hell“) gewonnen werden. Anfang 2013 soll der Film seine Festivalpremiere feiern. JOURNEY TO JAH ist eine Produktion von Port au Prince Film & Kultur Produktion GmbH und in Deutschland im Verleih von Zorro Film.

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