Interview mit Fred Thurnheim vom Österreichischen Journalisten Club

Statement des ÖJC gegen ACTA

ÖJC lehnt umstrittenes ACTA-Abkommen ab
Abgeordnete sollen gegen das Anti-Piraterie-Abkommen stimmen

Wien 11.02.2012. Der Österreichische Journalisten Club (ÖJC) lehnt das umstrittene Anti-Piraterie-Abkommen ACTA (Anti-Counterfeiting Trade Agreement) wegen "zu schwammiger" Formulierungen und rein unternehmensorientierten Denkens ab. Weder die Interessen der User, noch die der Autoren werden geschützt, sondern rein die Verkaufsinteressen der Unternehmen. Das Abkommen wurde nur mit den Unternehmen verhandelt, Contentproduzenten waren nicht eingeladen. "ACTA ist einseitig, schwammig und unsachlich und gegen die Rechte der Autoren formuliert", so ÖJC-Präsident Fred Turnheim , der bereits in den vergangenen Jahren mehrfach EU-Parlamentarier vor dem starken Einfluss der Unternehmenslobbyisten auf die Urheberrechtsgesetzgebung in Brüssel gewarnt hat. "Dieses Abkommen hilft aber nur den Unternehmen und ist ein Copyright-Abkommen im schlechtesten amerikanischen Sinn", so Turnheim.

Der ÖJC spricht sich für klare Urheberechtsregelungen im Rahmen der Europäischen Union aus. In erster Linie zum Schutz des geistigen Eigentums der Journalistinnen und Journalisten, der PressefotografInnen und Kameraleute. Der ÖJC spricht sich aber deutlich gegen die Einführung des amerikanischen Copyrights auf dem europäischen Kontinent aus. Dieser ACTA-"Handelspakt" geht auf eine Initiative der USA und Japans zurück und verfolgt in erste Linie die Interessen der Industrie dieser Staaten.

"Ein Einschränkung des Internets liegt nicht im Interesse der Journalisten", sagt ÖJC-Präsident Turnheim am internationalen Tag "Act against ACTA". Wir verlangen ein europäisches Urheberrecht zum Schutz der Interessen der MedienmacherInnen.

Der ÖJC ersucht die österreichischen Abgeordneten zum Europäischen Parlament, diesem Abkommen nicht zuzustimmen. Die Ratifizierung des ACTA-Abkommen in Österreich muss sofort gestoppt werden.

Der ÖJC ruft alle Organisationen auf, künftig gemeinsam ihre Interessen in Brüssel zu vertreten, um stärker für die Interessen dieser Berufsgruppen eintreten zu können.

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