„Universum“-Dokumentation: "AZORENHOCH UND ISLANDTIEF" 2004

„Universum“-Dokumentation: "AZORENHOCH UND ISLANDTIEF" 2004

Stephan Mussil

In kriminalistischer Arbeit wurde ein Tief von seiner Entstehung über dem Atlantik im Bereich nördlich der Azoren bis zu seinem Wüten mit Sturm und Schnee in den Alpen verfolgt. Das Universum Team um Regisseur Kurt Mayer knüpft die spektakuläre Indizienkette von der Geburt der atlantischen Kaltfront in den Rossbreiten, über das Wachsen der gefürchteten Genua-Zyklone, bis zum Föhnsturm über Mitteleuropa.

Azorenhoch und Islandtief sind Druckgebilde, die von Kalt- und Warmluftmassen genährt werden.

Diese stammen aus dem Polargebiet oder dem Äquatorbereich und strömen in die Mitleren Breiten.

Ob es in Mitteleuropa regnet, schneit oder stürmt, hängt von der Lage und den Druckunterschieden der beiden Rivalen ab. Einfache Regenformel: Reicht ein starkes Azorenhoch weit nach Nordosten, verschiebt sich auch die Einflugschneise der Tiefdruckgebiete, die von Island oder dem Polarmeer kommen, weiter Richtung Pol. In Mitteleuropa regiert dann die Sonne, Nordeuropa gerät unter den Einfluss des Tiefs und bekommt Regen ab. Wird jedoch das Azorenhoch nach Süden abgedrängt, gelangen mit den Westwinden Tiefausläufer nach Mitteleuropa.

Buch & Regie: Kurt Mayer

Produzenten: Dieter Pochlatko

Moderation: Andreas Jäger

Kamera: Stephan Mussil aac BVK

Senderbeteiligung: ORF, BR, RAI

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