Rashomon - Title Sequence Rework

Rashomon - Title Sequence Rework

Tim Levi Keller

Akira Kurozawa, der Regisseur, bespricht mit „Rashomon“ das eigentliche Tabu-Thema der Vergewaltigung. Es werden fünf verschiedene Tathergänge geschildert und der Zuschauer ist als „Gericht“ aufgefordert, selbst zu entscheiden, wer Recht hat und was die eigentliche „Wahrheit“ an sich ist. Kurozawa sagt dazu, dass die Paradoxien des Filmes jene des eigenen Herzens sind, nicht die, der Geschichte selbst.


Der Film ist in Super 8-Format gefilmt und in langsamer und ruhiger Art gehalten, wie es der Film selbst auch ist. Die Tonspur ist sehr ruhig gestaltet, aufgebaut aus zwei Spuren: Eine Spur mit Waldgeräuschen, und einer zweiten Spur mit Taiko-Trommeln, die der flüssigen und sehr frei geschnittenem Filmebene einen Rhythmus und Takt gibt. Die Typografie soll in einer gleichen analogen Ästhetik erscheinen. Umgesetzt ist die Typografie mit der Moiré-Technik, einer „analogen“ Animationstechnik. Dies nimmt die Analogität des ganzen Projekts nochmals auf. Die Technik hilft auch dabei, die beiden

Schriftsysteme (japanisch und lateinisch) ineinander zu verschmelzen. Das Endprodukt soll in seiner meditativen und ruhigen Art in den ebenfalls ruhigen Film einführen. Er soll die Ästhetik der Produktion aus den 50er zitieren und vielleicht doch einige digitale Momente moderne und digitale Momente durchschimmern lassen

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