Zum Thema "Stabile Spritpreise – politische und wirtschaftliche Einflüsse auf die Preise an der Zapfsäule" sprach Prof. Dr. Erik Schweickert MdB, Verbraucherschutzpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, am Dienstag, den 4. Dezember 2012, an der Universität Hohenheim. Auf Einladung des Landesverband Liberaler Hochschulgruppen Baden-Württemberg und der Liberalen Hochschulgruppe Hohenheim kam der Professor für Internationale Weinwirtschaft der Hochschule RheinMain und Politiker aus Pforzheim auf den Hohenheimer Campus.

Im Hörsaal 5 der Uni Hohenheim gab es Politik zum Anfassen. Wie setzen sich die Benzinpreise zusammen? Gibt es einen freien Markt für Benzin und Diesel? Welche Möglichkeiten gibt es von Seiten der Politik, starken Preisschwankungen entgegenzuwirken und will man das überhaupt? Diese Fragen wurden an diesem Abend in einem interessanten und lehrreichen Vortrag erläutert. "Den Verbraucher interessieren die Spritpreise nicht", so die provokante Eröffnung von Prof. Schweickert. "Beim Dieselabsatz, der ca. 40 % ausmacht, gibt es so gut wie keinen Markt."

Durch eine interaktive Gestaltung und die Einbeziehung des studentischen Publikums wurde die aktuelle Situation sowie weitere Problemstellungen erläutert. Anwendbar für den Alltag sollte es auch werden. So wissen die Teilnehmer der Veranstaltung nun, wie viele Raffinerien die Tankstellen in Deutschland beliefern und dass sich die Pacht der Autobahntankstellen nicht am Umsatz sondern am Absatz orientieren.

"Das Argument gegen das Westaustralische Modell in Deutschland ist schon der Name." Mit diesem Satz kontert Prof. Schweickert Forderungen, die gelegentlich in den Medien kursieren. Auch das Österreichische Modell der Preisregulation der Spritpreise habe sich für den Kunden im Durchschnitt negativ, also teurer, ausgewirkt. Mit mehr Transparenz in diesem Markt durch Echtzeitübermittlung durch die Tankstellen, möchte Prof. Schweickert für eine verbraucherfreundlichere Preisgestaltung sorgen. Und das komme vor allem und sogar bei kleinen Tankstellen gut an und nütze am Ende dem Verbraucher.

Bei Getränken und Schokonikoläusen konnten die Studenten nach der Veranstaltung direkt mit Prof. Dr. Schweickert ins Gespräch kommen.

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