℗ Filmproduktion Siegersbusch, Wuppertal, 2013

Der ganz normale Wahnsinn zwischen Allüren der Primadonna und heimlichen Affären bestimmt den Theateralltag, bis sich beim Bühnendebüt der jungen Elena die Ereignisse überschlagen: Aus Angst, seine Liaison mit der Primadonna könnte auffliegen, verbietet Pförtner Walter seiner Tochter die Gesangskarriere. Ihre ehrgeizige Mutter Christa -- Doña Casimira genannt und seit dem Mallorca-Urlaub entzückt von allem, was spanisch ist und scheint -- hingegen plant schon lange Elenas Debüt, unterstützt vom energischen Gesangslehrer Carlos Rodriguez. Der engagiert Elena als Ersatz für die in Ungnade gefallene Primadonna La Roldán heimlich ins Opernensemble, kurz nachdem ihr Vater zu einer angeblichen Fortbildung aufgebrochen ist. Voller Vorfreude stürzt sich die Mutter in die Vorbereitungen, während Elena das Geheimnis ihres Verlobten erfährt: aus Furcht vor Walters Abneigung gegen das Theater gab er sich als Schwebebahnfahrer aus, tatsächlich ist er gefeierter Bariton in Hagen und Gast-Figaro in genau der Vorstellung, in der Elena debütieren soll. Während Elena über diese Entwicklung hochbeglückt ist, empört sich La Roldán über die Unverschämtheit, sie durch eine unbekannte Debütantin ersetzen zu lassen. Nicht einmal ihr Verehrer Walter und dessen Freund, der Autogrammjäger Sánchez können sie beruhigen, und plötzlich geraten die Primadonna -- mit dem verschreckten Walter im Schlepptau -- und Christa auf der Hinterbühne aneinander. Ein höchst unterhaltsamer Zickenkrieg und ein verzweifeltes Versteckspiel nehmen ihren Lauf, während auf der Bühne Rossinis Barbier von Sevilla gegeben wird.

1901 in Madrid uraufgeführt, ist das Werk unter dem Originaltitel El Barbero de Sevilla eine der erfolgreichsten
Zarzuelas dieser Zeit, komponiert von zwei erfahrenen Meistern dieses Genres. In schöner Gattungstradition spielt die Zarzuela im Theatermilieu, und so blitzen in den nur fünf originalen Musiknummern immer wieder Motive aus bekannten italienischen Opern auf, die sich wunderbar um beliebte Bravourarien erweitern lassen. Ein brillanter Theaterspaß!

Zarzuela in einem Akt von Gerónimo Giménez und Manuel Nieto
Libretto von Guillermo Perrín und Miguel de Palacois
Deutsche Fassung für die Wuppertaler Bühnen von Björn Reinke und Ulrike Olbrich
Elena Hagenkötter Elena Fink
Martin Miljan Milovic
Roldán Michaela Mehring
Christa (Casimira) Hagenkötter Dora Brockmann
Walter (Nicolas) Hagenkötter Peter K. Hoffmann
Sanchez Boris Leisenheimer
Gesangslehrer Carlos Rodriguez Oliver Picker
Statisterie der Wuppertaler Bühnen
Sinfonieorchester Wuppertal

MUSIKALISCHE LEITUNG Boris Brinkmann //// INSZENIERUNG Björn Reinke //// BÜHNE UND KOSTÜME Monika Frenz //// DRAMATURGIE Ulrike Olbrich ////

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