Die Pocket Opera Company ist eine feste Kulturgröße in Nürnberg. 1974 trommelte Peter Beat Wyrsch eine bunte Truppe von Leuten zusammen, denen der trocken-bürokratische Alltag an der renommierten Staatsoper zu unkreativ war. Die deutsche Off-Theater-Szene nahm hier ihren Anfang, und bald waren die bunten, oft schrägen, aber immer hochwertigen Inszenierungen der Pocket Opera auf internationalen Theaterfestivals eine feste Größe.
Als künstlerischer Leiter fungierte von Beginn an Peter Beat Wyrsch selbst – zu einer Zeit, als die Oper nicht gerade in dem Ruf stand, fortschrittlich zu sein, hatte er dennoch den festen Glauben, dass eine Wandlung möglich sei. Der charismatische Schweizer sieht es laut eigenem Bekunden als seine Aufgabe an, dafür zu sorgen, „dass das anspruchsvolle Musiktheater nicht verloren geht“. Dieser Aufgabe ist er in nunmehr 32 Jahren mehr als gerecht geworden.
Die schillernden Inszenierungen an ungewöhnlichen Spielorten haben der Pocket Opera Company viele Fans gebracht, wenn auch die Einnahmen aus den Vorstellungen die Kosten nicht ansatzweise decken können. Doch Peter Beat Wyrsch hat den Spagat geschafft, mittels Sponsoren und Kooperationen mit Stadttheatern die Finanzierung des Unternehmens zu sichern. Für diese Leistung wird ihm im November der Kulturpreis der Stadt Nürnberg 2006 überreicht. Stefanie Knoll hat den umtriebigen Opernmagier bei seiner letzten Inszenierung für die Pocket Opera begleitet.

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